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TATJANA FESTERLING - DIE CORONAVIRUS INFO SEITE
"TRAGEN SIE MASKE!"

Hier finden Sie meine Beiträge des laufenden Monats. Ältere Beiträge befinden sich in der Rubrik: Archiv

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Grüner Oberdepp erklärt die Pandemie

Montag, 06.04.2020 - 11:30 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot - "Grüner Oberdepp erklärt die Pandemie"

Deutschland und deine "Spezialisten" und "Experten" - mir graut vor dir.
Leute wie dieser grüne Vollpfosten schauen harmlos aus, sind in ihrer Blödheit jedoch hochgefährlich.

"'I shook hands with everybody,' says Boris Johnson weeks before coronavirus diagnosis"

Montag, 06.04.2020 - 01:00 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot - "'I shook hands with everybody,' says Boris Johnson weeks before coronavirus diagnosis"

Am 3. März fiel ich beim BBC-Schauen fast vom Stuhl: Boris Johnson verkündete keck grinsend, er hätte Covid-19 Infizierte besucht und selbstverständlich allen die Hand gegeben. Boris Johnson gehörte auch zu den Verharmlosern und Leugnern.

Nun ist er im Krankenhaus. Und ja, sein Verlauf passt, er hat jetzt eine Pneumonie entwickelt: Am Freitag, dem 27. März bekam er die Diagnose und ging in Quarantäne. Jetzt, neun Tage später, am 5. April, musste er ins Krankenhaus. Hoffentlich überlebt er das.

Stein ins Wasser...

Sonntag, 05.04.2020 - 22:30 Uhr - Rocco Burggraf

Mir wird angesichts der österlichen Frühjahrsruhe etwas mulmig. Ich muss jetzt mal den ungeduldigen Praktiker unterm Küchenphilosophen hervorkramen. Am 20. April (allein die Wahl des Datums hätte in "Friedenszeiten" einen Sturm der Entrüstung losgetreten) könnte zwar, so ließ man uns wissen, die Nach-Corona-Ära eingeläutet werden, erstaunlicherweise liest man aber nirgendwo, wie dieser Neustart vonstatten gehen soll. Klar, man hat sich schließlich auch geschlagene drei Monate Zeit genommen, um dann mitten im Infektionsgeschehen zu bemerken, dass geschlossene Grenzen, Schulen und Masken für den Covid-Virus-Teutonica genauso sinnvoll sind wie für seinen chinesischen oder koreanischen Verwandten. Warum also sollte man sich nun derart zeitig aus dem Fenster lehnen, wenn es um's Wiederhochfahren geht?

Weil Menschen Hoffnung brauchen, vielleicht? Weil Vertrauen in die Finanzwirtschaft schwindet, nach den Schlüsselindustrien nun auch der Mittelstand über den Jordan geht? Europa sich vor unseren Augen in ein Sozialamt verwandelt? Weil ein Neustart organisiert werden muss?

Die große weise Kanzlerin würde vermutlich irgend so etwas Sinnfälliges sagen wie - Versprechen sind bei uns verboten! Um dann hernach - wie gewohnt - aus gesicherter Distanz Witterung aufzunehmen, um - ihre fünfte Amtszeit im leicht verschleierten Blick - sich irgendwann ebenso kurzentschlossen hinten an die ungestüm vorpreschenden Amtskollegen anzuhängen. Mit einer Laterne in der Hand. Genau genommen hat sie genau dies auch schon in ihrer gestrigen Ansprache getan. Wie würde man in der zentralen Sendemastanstalt der politischen Eliten sagen – „Et hätt noch immer jot jejange!“ Nein, so geht das diesmal nicht gut!

Im Focus meldet sich indes nun eine der ganz wenigen Stimmen der analytischen Vernunft zu Wort und rechnet mathematisch nochmal kühl aus, was jeder der lesen kann, sich ohnehin längst zusammengereimt hat. Mai Thi Nguyen-Kim - so heißt die Wissenschaftlerin - erklärt mit einfachen Modellierungen, dass wir (mit den meisten Europäern gemeinsam) die Eindämmung (Containment) verpennt haben und auch das laufende "Flatten the Curve-Modell" (Mitigation) mit nicht zu bewältigenden ökonomischen Risiken verbunden ist. Darüber hinaus ist keineswegs sichergestellt, dass eine ausreichende Herdenimmunität damit überhaupt erreicht wird. Wir müssten nämlich den gegenwärtigen Lockdown über annähernd zwei Jahre aufrechterhalten. Kollektiver Suizid. Soviel ist sicher.

Wer an dieser Stelle nicht aus dem Fenster hüpfen will, muss wohl oder übel die Rübe bemühen und nach Alternativen suchen, die spätestens im Mai starten müssen. Überhebliche Vergleiche der Pandemie mit der altbekannten jährlichen Grippewelle und entspannt lächelndes Zurücklehnen sind zwar wunderbar einfach. Aber keine Option. Wir brauchen ein komplexes Bündel aus sinnvollen Einzelmaßnahmen, deren Sinn nicht in jedem Fall feststeht, aber immerhin wahrscheinlich ist. Wie könnte das aussehen? Ganz einfach - Riskogruppen schützen und das soziale Leben neu organisieren. Warum diskutiert das niemand? Warum herrscht in Berlin eisernes Schweigen? Fangen wir mit ein paar Vorschlägen an, die angreifbar sein mögen, die aber wenigstens aufzeigen, in welchen Kategorien man denken könnte.

1. Maskenpflicht
In allen denkbaren Begegnungsräumen. Statistiken zeigen, dass sie schützen. Nicht vollständig aber messbar. Es erscheint möglich, die Bevölkerung in angemessenem Zeitraum - spät aber nicht zu spät - damit zu versorgen. Die unsägliche Abmahnpraxis findiger Anwälte für nicht normgerecht deklarierte Schutzausrüstungen muss für den nichtmedizinischen Bereich entfallen. Kontaminierte Atemluft, also Aerosole, bildet den vorrangigen Übertragungsweg.

2. Schulen öffnen
Laut neueren, einigermaßen verläßlich erscheinenden Erkenntnissen asiatischer Epidemiologen sind Kinder bis 14 kaum infektiös und bilden somit entgegen anfänglicher Annahmen kein besonderes Risiko. Jugendliche im Alter von 20-30 dagegen sind weit überrepräsentiert. Man könnte - nach nochmaliger Auswertung dieser Studien - darüber nachdenken, Kitas und Grundschulen zu öffnen und damit die Betreuungsproblematik vieler Familien in wesentlichen Teilen auflösen. Teenager müssten ab sofort bevorzugt getestet werden. Weiterführende Schulen und Universitäten bleiben aus genannten Gründen vorerst zu.

3. Risikogruppen
Ausreichend deutlich geworden ist, dass Vorerkrankte und Altersgruppen ab 60 die mit Abstand am schwersten betroffene soziale Gruppe darstellen und besonders geschützt werden müssen. Schutz heißt Isolierung vom Rest der Bevölkerung. Warum also nicht gesonderte Einkaufszeiten für diese Gruppen, beispielsweise Ü60 vormittags, die restliche Bevölkerung nachmittags. Abends wird desinfiziert. Zu einfach?

4. Soziale Kontakte/Veranstaltungen Zulässige Gruppengrößen müssen definiert werden. In der Gastronomie, für Kulturveranstaltungen, Museen und in Beherbungsbetrieben wäre es unter Umständen sinnvoll, zunächst Gruppen von bis zu zwanzig Personen zuzulassen. Das würde vermutlich vielen, wenigstens einigen, die Existenz sichern. Aus oben genannten Gründen bleiben Veranstaltungen für Jugendliche strikt beschränkt. Gleiches gilt für den Bereich Sport. Beides vorerst.

5. Freizügigkeit
Tourismus wird zwischen Ländern erlaubt, die keine Covid-Hotspots darstellen. Schrittweise. Restriktiv. Ansonsten bleiben Grenzen nur für den Warenverkehr offen. Und zwar solange bis Entwarnung gegeben werden kann.

Fünf Denkansätze. Nicht mehr und nicht weniger. Es gäbe viele weitere. National zu regeln, weil anderes, wie wir sehen, nicht funktioniert. Ja, es gibt jede Menge Bedenken gegen unausgegorenen Aktionismus. Aber die Zeit fürs Bedenken läuft irgendwann ab. Wir haben schon jetzt europaweit Millionen neue Arbeitslose. Das Einbremsen des Virus ist, weil zu spät begonnen, nur sehr bedingt gelungen. Nun muss eine neue Strategie her. Kaltstart mit Optimismus und Maske sozusagen. Betriebe müssen personalpolitische Entscheidungen treffen, Waren müssen geordert, Lehrpläne neu geordnet und administrative Prozesse neu gestartet werden. Gesetzliche Grundlagen sind vorzubereiten. Es ist höchste Zeit konkret zu werden.

Ich würde gern sehen, dass die Politik jetzt ihre ureigenste Arbeit macht, die sich nicht auf stafbewehrte Ausgangssperren, Abwarten, Selbsterhalt und Haftungsausschlüsse beschränken darf sondern etwas gänzlich Ungewohntes erfordert. Vorausschauende Führung! Die Umfrageergebnisse für die Regierung eilen ja den Taten um Lichtjahre voraus, dass man bass erstaunt ist. Den Vorschusslorbeeren folgt aber eine Bringepflicht

Gedankt und bezahlt haben die Wähler schon im Voraus. Also macht euren Job!

"Handbuch zur Prävention und Behandlung von COVID-19"

Sonntag, 05.04.2020 - 20:15 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot - "About Global MediXchange for Combating COVID-19 (GMCC)"

Der chinesische Online-Großhändler Alibaba.com verteilt kostenlos ein 69-seitiges Handbuch rund um die Vorbeugung und Behandlung von Covid-19: "Handbook of COVID-19 Prevention and Treatment". Es ist in mehreren Sprachen erhältlich und düfte derzeit das beste und umfassendste Dokument über die pandemische Seuche sein.

Dauert vermutlich nicht lange, dann kommen deutsche "Experten" wie Wodarg und andere sowie die allwissenden Leugner mit ihren Richtigstellungen und Verbesserungen um die Ecke und die üblichen Youtube-Schwätzer machen ihre Spendenbettelvideos über dieses Kompendium.

Die anderen sollten mal drin blättern, ich finde grade die konkreten Hinweise zur persönlichen Desinfektion auch für uns Nicht-Mediziner sehr hilfreich.

Hier auf Deutsch: "Handbuch zur Prävention und Behandlung von COVID-19"

Hier in Englisch: "Handbook of COVID-19 Preventionand Treatment"

"Als wenn es kein Corona gäbe - Tausende drängen sich auf deutschen Wochenmärkten"

Sonntag, 05.04.2020 - 19:00 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot

Ja, mei, dann verreckt's halt! Aber nehmt bloß ja keines der Intensivbetten in Anspruch, Herrschaften!

Ich ahnte sowas schon Anfang Februar, deshalb bin ich Euch mit meinen Ermahnungen zur Bevorratung und zum jederzeitigen FREIWILLIGEN Rückzug in die Selbstisolation so penetrant auf die Nerven gegangen.

Und ich sage Euch noch was voraus: Viele der Infizierten, die das Virus (für immer!) in sich tragen, werden später, wenn die Konsequenzen bekannt sind, von Narzissmus getrieben, versuchen, die anderen ebenfalls zu infizieren. Sie werden nämlich nicht ertragen können, dass sie auf der "falschen" Seite gelandet sind. Dass sie als Virusträger von Reisen in Länder gehindert werden, die das Virus unter Kontrolle bekommen haben. Sie werden ihre eigenen Fehler nicht ertragen können und mit allen Mitteln versuchen, eine "Alle-in-einem-Boot"-Situation herzustellen.

Das Ganze wird sich noch zu so einem "28 Days Later" Zombie-Szenario entwickeln.

"Corona-Pandemie - Schwedischer Sonderweg offenbar gescheitert"

Sonntag, 05.04.2020 - 18:00 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot - "Corona-Pandemie - Schwedischer Sonderweg offenbar gescheitert"

Nääh, ey?! Laissez-faire funzt nicht bei einer Pandemie durch ein neuartiges und tödliches Virus? Watt'n Wunder!

Auf BBC International sehe ich seit Tagen in Interviews verzweifelte schwedische Virologen vor den Konsequenzen warnen. Selbst die Reporter von BBC insistierten geradezu ungläubig bei dem für den "Schwedischen Weg" verantwortlichen Gesundheitspolitiker, ob man sich nicht geirrt haben könnte und mit welchen Folgen dann zu rechnen sei. Das Kernargument für die schwedische Entscheidung gegen jeglichen Lockdown ist, dass fast alle medizinischen Mitarbeiter dann zu Hause bleiben müssten, um ihre Kinder zu betreuen. Man hoffe, durch Laissez-faire, das Gesundheitssystem nicht innerhalb von Tagen crashen zu lassen. Aber wissen könne man es natürlich nicht.

Tja, eine Pandemie lässt aber kein „Versuch macht klug“ zu. Das kapieren diese Narzissten in ihrer Hybris natürlich nicht. In Schweden ist man schon in Sachen Migrationspolitik und Islamisierung voll auf die Fresse geflogen - und sie lernen trotzdem nix dazu, das liegt nun mal im Wesen des Narzissmus.

Dieses Virus schert sich einen Teufel darum, ob irgendwelche Vollhonks in politischen Ämtern eine andere Einschätzung der Gefahr sehen. Das Virus hat nur ein Ziel: Einen neuen Wirt zu finden und zu besetzen. Die politische Richtung, die Geschlechteridentität, die Glaube ist ihm dabei scheissegal.

Leugner-Fundamentalisten nicht lernfähig

Sonntag, 05.04.2020 - 17:00 Uhr - Tatjana Festerling:

Ich hab' die Schnauze so voll von diesem falschen Grippetotenvergleich.

Es gibt einen Unterschied zwischen BESTÄTIGTEN Zahlen (Fallsterblichkeit) und GESCHÄTZTEN Zahlen (Excess Mortality), die statistisch ermittelt werden. Das wollen die Leugner-Fundamentalisten natürlich nicht zur Kenntnis nehmen. Fakten sind ja toxisch.

"Aus etlichen Datenquellen werden dann Schätzungen berechnet - zum Beispiel die Zahl der Grippetoten. Und diese Werte unterscheiden sich stark von denen durch die Labore bestätigten Todesfälle. So wurden für Saison 2017/18 genau 1674 Tote durch Influenza laut Labormeldungen bestätigt. Doch nachträglich ergab sich laut RKI eine Schätzung von 25.100 Todesfällen, die auf die Grippe zurückzuführen sind - die höchste Zahl der vergangenen 30 Jahre."

interaktiv.waz.de: "Grippe-Monitor • Letztes Update: 5.4.2020"

"BLOOD FEUD Ministers ‘no longer discounting’ theory coronavirus leaked from Chinese lab after staff ‘sprayed with animal blood’"

Sonntag, 05.04.2020 - 16:00 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot - "BLOOD FEUD Ministers ‘no longer discounting’ theory coronavirus leaked from Chinese lab after staff ‘sprayed with animal blood’"

INTERESSANT! Ein sehr langer Artikel in der SUN, der diplomatischen Sprengstoff enthält: Die Minister der BRITISCHEN Staaten ziehen nämlich die Theorie in Betracht, dass das Covid-19 Virus in einem chinesischen Bioforschungslabor in Wuhan entstanden ist.

Hier eine teilweise Übersetzung des Artikels von heute, Ihr solltet ihn jedoch vollständig zu Ende lesen!

"Hochrangige Quellen haben Berichten zufolge zugegeben, dass, während die "Bilanz der wissenschaftlichen Beratung" darin besteht, dass das Virus auf natürliche Weise entstanden ist, ein Leck auch von den Sicherheitsdiensten in Betracht gezogen wird. Theorien über die Herkunft des Coronavirus, die mit einem Labor in Wuhan in Verbindung gebracht werden, wurden seit den ersten Tagen nach dem Ausbruch des Virus herumgetrieben. Ein Mitglied des von Premierminister Boris Johnson geleiteten Notfallkomitees Cobra sagte, dass die Sicherheitsdienste nun ein mögliches Leck in Betracht ziehen, berichtet The Mail on Sunday. Die Quelle fügte jedoch hinzu, dass sie nicht bestritten, dass das Virus "zoonotisch" sei - was bedeutet, dass es von Tieren stammt. Chinesische Beamte haben zuvor versucht, Behauptungen über eine undichte Stelle als "Internet-Gerüchte" abzutun. Die Kommentare der Regierungsquelle kommen, weil der Druck auf China zunimmt, den Ausbruch zu vertuschen. Mehr als 1,2 Millionen Menschen wurden weltweit infiziert, und fast 65.000 Menschen wurden während der Pandemie getötet. Das Mitglied von Cobra, das geheime Informationen vom britischen Geheimdienst erhält, sagte: "Es gibt eine glaubwürdige Alternative [zur Zoonose-Theorie], die auf der Art des Virus beruht. Vielleicht ist es kein Zufall, dass es dieses Labor in Wuhan gibt. Es wird nicht ausgeschlossen." Downing Street hat gesagt, dass sie die Behauptungen der Quelle "nicht anerkennt". Einige unbegründete Verschwörungstheorien, die weltweit kursieren, haben behauptet, das Coronavirus sei eine Art von menschgemachter Biowaffe, aber dafür gibt es keine Beweise. In Wuhan befindet sich das Institut für Virologie, das modernste Labor seiner Art auf dem chinesischen Festland. Das mit 30 Millionen Pfund ausgestattete Institut liegt nur zehn Meilen vom Wildmarkt entfernt, der vermutlich im Zentrum des Ausbruchs stand. Die Wissenschaftler des Instituts waren die ersten, die das neue Coronavirus mit Fledermäusen in Verbindung brachten. Auch die staatliche Tageszeitung People's Daily prahlte 2018 damit, dass das Labor in der Lage sei, Experimente mit "hochpathogenen Mikroorganismen" durchzuführen. Ungeklärte lokale Behauptungen lassen vermuten, dass sich die Mitarbeiter des Labors infizierten, nachdem sie mit Blut besprüht und dann die Infektion in die lokale Bevölkerung eingeschleppt wurden. Die Stadt verfügt auch über ein zweites Labor - das Wuhan Centre for Disease Control (WCDC), das nur drei Meilen vom Markt entfernt ist - das vermutlich ebenfalls Virenexperimente an Tieren durchgeführt hat. Letzte Woche erschien ein Video, in dem ein chinesischer Wissenschaftler Fledermäuse für Virenexperimente am WCDC fängt. Die gängige Meinung ist jedoch nach wie vor, dass das Virus von Fledermäusen auf ein anderes Tier und dann auf Menschen auf einem der so genannten Nassmärkte in Wuhan übergegangen ist. Nach dem Ausbruch des Coronavirus hat China neue Gesetze erlassen, die Einrichtungen zur Gewährleistung der "biologischen Sicherheit" und zur Verbesserung des Managements von Viren fordern. Eine undichte Stelle in einem chinesischen Labor führte 2004 zu einem Ausbruch von Sars, bei dem ein Mensch getötet und neun weitere infiziert wurden. Die chinesische Regierung gab zu, dass die undichte Stelle auf Fahrlässigkeit zurückzuführen war und dass fünf Beamte bestraft wurden. China wurde beschuldigt, den ersten Ausbruch vertuschen zu wollen, als das Virus in der Stadt Wuhan Fuß fasste. Ein Arzt, der zuerst vor dem Virus gewarnt hatte, wurde von der Polizei bedroht, und im vergangenen Monat deuteten chinesische Beamte an, dass das US-Militär möglicherweise für das Coronavirus verantwortlich war. China behauptet nun, dass es den Virensturm überstanden hat, und trauerte gestern mit einer dreiminütigen Schweigeminute um die Opfer, da es sich als Weltführer inmitten der Pandemie positioniert. In einem Brief an die Mail on Sunday antwortete China mit der Behauptung, dass es wegen des Ausbruchs mit einer "Abrechnung" Großbritanniens rechnen müsse, und die chinesische Botschaft schlug zurück - lehnte aber eine Stellungnahme zu den Theorien über die Herkunft des Virus aus dem Labor ab. Der chinesische Botschaftsbeamte Zen Rong sagte: "Solche Berichte lassen die enormen Anstrengungen und die enormen Opfer Chinas und seiner Bevölkerung völlig außer Acht und leugnen Chinas bedeutenden Beitrag zur globalen öffentlichen Gesundheit und Sicherheit. "China verlor keine Zeit, um den Erreger des Virus zu identifizieren, die genetische Sequenz mit der Weltgesundheitsorganisation zu teilen, die wirksamsten, strengsten und umfassendsten Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der Krankheit zu ergreifen, Erfahrungen mit anderen bedürftigen Ländern zu teilen und mehr als 120 Ländern, darunter Großbritannien, sowie vier internationalen Organisationen Hilfe zu leisten. In einer Erklärung fügte ein Botschaftssprecher hinzu: "Es gibt noch keine wissenschaftliche oder medizinische Schlussfolgerung über die Herkunft von Covid-19, da die entsprechenden Nachforschungen noch nicht abgeschlossen sind. "Die WHO hat wiederholt erklärt, dass das, was die Welt jetzt erlebt, ein globales Phänomen ist, die Quelle unbestimmt ist, der Schwerpunkt auf der Eindämmung liegen sollte und jede stigmatisierende Sprache, die sich auf bestimmte Orte bezieht, vermieden werden muss".

"Lungenversagen bei Covid-19 - Atemstillstand könnte auch zentrale Ursache haben"

Sonntag, 05.04.2020 - 15:00 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot - "Lungenversagen bei Covid-19 - Atemstillstand könnte auch zentrale Ursache haben"

Ach nee, auch schon wach geworden? Dass diese Covid-19 Virenscheisse im Hirn in die Medulla eindringt, in der auch das Atemregulationszentrum sitzt, habt Ihr bei mir zum ersten Mal schon vor Wochen lesen können. Da habe ich bereits Originalstudien verlinkt, die in diesem Artikel erwähnt werden. Aber schön, dass nun auch deutsche Fachmagazine über den neuralen Infektionsweg berichten - mitten in so einer Pandemie kann man's ja schon mal etwas gemütlicher angehen lassen - nicht wahr?

"Regelung in Indonesien - Millionen Muslime dürfen zum Fastenbrechen reisen"

Sonntag, 05.04.2020 - 14:45 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot - "Regelung in Indonesien - Millionen Muslime dürfen zum Fastenbrechen reisen"

Indonesien ist jetzt Kandidat für den Darwin-Award. Die Muselmanen kriegt halt keiner mehr in den Griff, schon gar nicht der Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung weltweit. Mathematik ist auch nicht grade eine Stärke der hochirrationalen muslimischen Ummah. Sowas wie exponentielles Wachstum ist viel zu abstrakt, als das man es dem gemeinen Bückbeter irgendwie verständlich machen könnte. Aber na dann sei es eben so... oder wie man in dortigen Kreisen zu sagen pflegt: Inshallah.

"Das Fest zum Fastenbrechen, Eid al-Fitr, markiert das Ende des Fastenmonats Ramadan und beginnt Ende Mai. Im vergangenen Jahr reisten rund 15 Millionen Menschen zu diesem Anlass vom Großraum Jakarta zu ihren Familien."

"Festi Ramazan 2020"

Sonntag, 05.04.2020 - 14:30 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot - "Festi Ramazan 2020"

Klar, deutsche Unterwürflinge, Politiker und Behörden genehmigen solche muslimischen Massenveranstaltungen, weil sie sich vor der islamischen Gewalt schon lange einscheissen und genau wissen, dass sie ein Verbot niemals mehr durchsetzen können.

Was ich mich allerdings frage ist, wie Erdogan reagieren wird. Die Türkei ist grade ebenfalls schwer vom Wuhan-Coronavirus gebeutelt - wird es der Sultan vom Bosperus tatsächlich riskieren, seine Diaspora-Truppen an der Westflanke Europas, mit Schwerpunkt in Deutschland, der Ansteckung mit Covid-19 auszusetzen? Und damit den Ausfall großer Teile seiner zur Eroberung Europas benötigten Krieger riskieren? Oder kommt da möglicherweise noch eine Anweisung, die genau das verhindern soll?

"Während des Fastenmonats Ramadan hat das Festi Ramazan an 30 Tagen ab 18 Uhr geöffnet und bietet spirituelle Veranstaltungen, Seminare und viele verschiedene Aktivitäten und ein buntes Rahmenprogramm für Groß und Klein. Zeitgleich können bei uns 10.000 Menschen gemeinsam das Fasten brechen, während für die Kinder eine Kirmes zum Vergnügen bereitsteht. In unserem Festi Cafe bieten wir mit 1.000 Sitzplätzen die Möglichkeit des Wohlfühlens. Auf dem Messegelände haben wir zudem einen Gebetsbereich."

wdr.de: "TDortmund: Festi Ramazan in den Westfalenhallen"

Ob es uns gefällt oder nicht:
Wir werden noch lange Masken tragen müssen

Sonntag, 05.04.2020 - 14:00 Uhr - Tatjana Festerling:

Wenn man schon sein Gesicht hinter Stoff verstecken muss, um das Risiko einer Tröpfcheninfektion deutlich zu mindern, dann darf es wenigstens gut aussehen. Der uniforme Klinik-Look, den wir aus Asien kennen, passt nur nicht in die durch Individualität geprägten Gesellschaften.

Deshalb haben wir von Beginn an auf Farben und Motive gesetzt. Da wir nur sehr hochwertige und besonders dicht gewebte, reine Baumwollstoffe verwenden, ist die Jagd nach neuen, interessanten Designs und Materialien allerdings eine echte Herausforderung. Denn alle unsere Stoffe unterziehen wir zunächst einem Härtetest: Sie müssen das Auskochen überstehen - und zwar ohne Qualitätsverlust.

Wir sind jedoch mal wieder fündig geworden: Für unsere limitierte "special edition" haben wir einen Miltary- und einen Jeansstoff gefunden, die diesen Kriterien standhalten und einen wunderschönen Rosenstoff.

Alle unsere Masken enthalten eine eingearbeitete Tasche, die fast die gesamte Größe der Maske einnimmt und zusätzlich mit filterndem Textil gefüllt werden kann. Durch den eingenähten Nasenbügel liegt die Maske gut an und nervt auch nach Stunden nicht beim Tragen.

Unsere Masken machen aus der Not etwas Nützliches und werden während der Pandemie wie ein Accessoire getragen - von Menschen, die sich vor Ansteckung in Acht nehmen wollen.

Weitere Informationen hier: "TRAGEN SIE MASKE!"

Covid-19 Lungenseuche - immer noch ein Fake?

Sonntag, 05.04.2020 - 13:00 Uhr - Tatjana Festerling:

Was machen eigentlich die Türklinkenlecker? Immer noch so keck? Und was ist los in der Truther-Szene?
Covid-19 Lungenseuche - immer noch ein Fake?

"Bulgarian Patriotic Song - Тих бял Дунав"

Sonntag, 05.04.2020 - 12:00 Uhr - Tatjana Festerling:

Die Bulgaren sind alle patriotisch, egal welchem politischen Lager sie sich zuordnen. Sie lieben ihr Land und ihre alte und reiche Kultur, sie haben (noch) den Kampfgeist und Verteidigungswillen der Freiheit in ihrer mentalen DNA.
Und sie pflegen ihr kulturelles Erbe: "Bulgarian Patriotic Song - Тих бял Дунав"

"'All our ICU patients are in their 50s or younger' - frontline Welsh doctor recovered from virus"

Samstag, 04.04.2020 - 23:00 Uhr - Tatjana Festerling:

Und noch ein Text, diesmal von Niels Dettenbach, den ich gerne teile und ich empfehle, auch das Video anzuschauen. Von einem Arzt von der Front und nicht so einem aufmerksamkeitsgeilen Hinterbänkler, der 5 Minuten Rampenlicht absahnen will.

Alle, die konsequent weiter leugnen, die ihren Hass nicht mehr zügeln können, die sämtliche Fakten, Studien und Erfahrungsberichte abwehren und diese Pandemie weiter als Grippe verharmlosen, sollen wegen mir gerne über die Wupper gehen. Es ist kein Verlust. Bloß schon aus Prinzip kein Intensivbett in Anspruch nehmen - klar?!

Niels Dettenbach:

Alle reden über „Tote“ oder „Letalität“ - aber was bedeutet es eigentlich für jene, die die von Covid-19 bei 15-20% der 20-50 Jährigen ausbrechende Lungenentzündungen Dank Krankenhaus/ die Hälfte davon wiederum in Intensivmedizin überleben? Was bedeutet der Überlebenskampf (der sich oft über Wochen hinzieht) gegen die sich mit Blut/Wasser-Suppe vollsaugende Lunge und welche Langzeitschäden/-folgeerkrankungen (z.B. Myokarditis, Lungenschwäche, Nieren/Leberschäden bis hin zu Hirnschäden durch Sauerstoffmangel oder Entzündungen) sind zu erwarten für die, die es „normalerweise schaffen“?

Ärzte von „der Front“ auf Intensivstationen berichten ja gelegentlich davon und ihre Berichte sind inzwischen sehr ähnlich, während „Experten“ aus der Ferne lieber mit Zahlen und Büchern hantieren, aber nur selten dem Normalbürger erklären, worum es tatsächlich geht, wenn man als „Junger“ mit Covid-19 auf der Intensivstation landet.

Hier mal ein ausführliches offenes Interview mit einem Intensivmediziner, dessen Mehrheit an Intensivpatienten unter 60 bis weit darunter ist und die auch kaum bis keine Vorerkrankungen aufweisen oder gar als „top fit“ galten: "'All our ICU patients are in their 50s or younger' - frontline Welsh doctor recovered from virus"

"Das Versagen der alternativen Medien"

Samstag, 04.04.2020 - 22:00 Uhr - Tatjana Festerling:

Da ich grade keine Zeit habe, weil ich mit der Produktion von Masken und einem Interview fürs französische TV beschäftigt bin, hier ein Beitrag von Martin Päutz, den ich inhaltlich zu 100% teile. Die sogenannten "Alternativen Medien" und ihre Akteure haben den Schuss nicht gehört!

COVID-19 / DEUTSCHLAND: DAS VERSAGEN DER ALTERNATIVEN MEDIEN

Martin Päutz:

Geradezu epische Ausmaße nimmt die Geschwindigkeit an, mit der sich die sogenannten "Alternativen Medien" in Sachen SARS-CoV-2 und COVID-19 selbst zerlegen. Sowas hat die Welt noch nicht gesehen. Ich möchte jetzt keine Namen nennen, aber zu 95% blamieren sie sich bis auf die Knochen. Ich habe einen Teil der sogenannten Journalisten bereits blockiert, da sie zum Teil unfassbare Dummheit an Tag legen. Es verrecken, und das kann man schon so nennen, wenn man ritzeblau im Bett sitzend bei vollem Bewusstsein erstickt, es verrecken TAUSENDE Menschen aktuell an jedem einzelnen Tag auf der Welt, viele davon in unseren direkten Nachbarländern und ja, mittlerweile auch bei uns. Und da haben Youtuber die Frechheit sich locker lässig mit Hut vor die Kamera zu setzen und zu behaupten die Sterblichkeit bei COVID-19 liege bei 0,1%, während es in der Lombardei 8,1%, also das einundachtzigfache waren. Sowas ist ja mit Faktenresistenz und Blasenbildung nicht mehr zu erklären. Da kommt dann schon eine unfassbare Verbohrtheit dazu. Nach dem Motto: "Die Regierung Merkel hat uns so oft was anderes erzählt, jetzt glauben wir der überhaupt nichts mehr. Das Gegenteil muss richtig sein, Augen zu und durch." Soviel Realitätsverlust muss man in einer solchen Krisensituation erstmal hinbekommen. Nur mal so: Frau Merkel hat dieses Virus nicht verursacht. Das ist das Problem der Branche. Das man mit dem Einnehmen der Gegenposition auch mal falsch liegen kann, dass man am Rouletttisch sitzt und tatsächlich mal die grüne Null kommt, dass sprengt die eigene, offenbar in manchem Falle arg limitierte, Vorstellungskraft. Auch die halbe AfD versteht dieses Virus und seine Gefahr nicht, faselt was von Freiheitsrechten, während es darum geht die mindestens eine Million Toten zu vermeiden, die Horst Seehofer in seinem überhaupt nicht mehr geheimen Geheimpapier stehen hat. Wie neben der Spur muss man sein, mit seiner Kamera in Berlin in ein Krankenhaus zu marschieren und zu filmen "es ist ja keiner da", während in Paris, im Nachbarland auf 1200 Intensivplätzen dichtgedrängt 2700 Patienten liegen. Wie kann man behaupten es gäbe keine Pandemie, während man im Internet dabei zusehen kann wie in Frankreich 36 Intensivpatienten mit einem umgerüsteten TGV als Lazarettzug in abgelegenere Landesteile verlegt werden, wenn man dabei zusehen kann wie in New York die Leichen aus dem Hintereingang eines Krankenhauses in Brooklyn mit einem Gabelstapler in einen Kühllaster gehoben werden. Wie rotzdedumm ist man, Tweets und Posts zu verfassen, die in zwei Monaten dazu führen, das jeder die Straßenseite wechselt, wenn er einen den Verfasser kommen sieht? Diese Branche wird nach dieser Krise weitgehend vernichtet sein. Ich werde von niemandem mehr etwas lesen, der Hunderte in den Altersheimen verreckende Rentner (in Frankreich alleine aktuell über 880), "journalistisch" damit rechtfertigt, diese könnten auch an was anderes gestorben seien und überhaupt, in diesem Alter, was ich da alles lesen musste spreche ich besser gar nicht aus. Diese Leute sind so saublöd, dass es einem in Worte zu fassen schwer fällt. Was nutzen all diese Charts und bunten zurecht gebogenen Grafiken über "Übersterblichkeit", ein Wort das ich vorher gar nicht kannte, wenn in der Regionalzeitung von Bergamo, dem "Eco di Bergamo" dort wo sonst eine Seite mit Todesanzeigen ist, nun unfassbare elf Seiten voller Leid und Elend veröffentlicht werden. Hallo? Da brauche ich keine Charts mehr um festzustellen, dass das keine Grippe ist. Wer aber in Anbetracht diese unverrückbaren Fakten, sich selbst weiter hartnäckig in die Tasche lügt, der wird in wenigen Wochen mit offenem Mund seine alten Artikel lesen, seine alten Videos anschauen und bekommt genau dort eine Antwort dafür auf die Frage, warum sich so viele von ihm abgewendet haben. Haltet inne, denkt nach und wenn ihr wirklich nicht begreift worum es geht, dann lasst es Euch erklären. Aber hört auf Euch in Unkenntnis der Geschehnisse weiter in einem solchen Tempo zu zerlegen. Ihr stoßt mit dem Hintern um, was ihr zum Teil in Jahren aufgebaut habt.

Bildquelle: Screenshot - "Das Versagen der alternativen Medien"

Schnell und unbürokratisch

Samstag, 04.04.2020 - 15:00 Uhr - Rainer Grell:

Eine Formel hat in diesen Tagen Hochkonjunktur: „Schnell und unbürokratisch“. Eine Zauberformel. Nur – wer glaubt heutzutage noch an Zauberei? Wer – wie der Verfasser – 40 Jahre in zwölf verschiedenen Jobs im Inneren der staatlichen Bürokratie gearbeitet hat, kann eine gehörige Portion Skepsis einfach nicht überwinden, wenn er diese Formel aus dem Mund von Politikern hört.

- weiterlesen - "Schnell und unbürokratisch"

Schafft uns Corona, oder schaffen wir es?
Ein Aufruf zur Vernunft

Samstag, 04.04.2020 - 12:00 Uhr - Vera Lengsfeld: via vera-lengsfeld.de

Die Corona-Pandemie hat fast alle anderen Themen in den Medien so an den Rand gedrängt, dass sie fast nicht mehr wahrgenommen werden. Die martialischsten Worte fand Frankreichs Präsident Macron: „Der Feind ist da, unsichtbar – und er rückt vor“ und „Wir sind im Krieg“. Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit. Vergessen Sie dieses Diktum des Senators Hiram Johnson nicht, wenn Sie auf die momentane Politik schauen. Es ist naheliegend und oft auch offensichtlich, dass Corona instrumentalisiert wird, um schon lange diskutierte Gesetzte und kontroverse Themen auf die Titelseiten und durch die Parlamente zu bringen. So pushen Macron und andere die abgelehnten Eurobonds, das heißt die Vergemeinschaftung der Schulden in der EU als Corona-Bonds wieder auf den Plan. Im Inland wird die mögliche Verstaatlichung von Industrien, allen voran die Lufthansa, nicht nur von den Linken, sondern auch von Wirtschaftsminister Altmeier, CDU ins Gespräch gebracht. Mehr noch, die Vorsitzende der SPD Saskia Esken fordert eine Vermögensabgabe, vorerst für die „Reichen“, aber man weiß ja, dass in Deutschland schon als reich gilt, wer auch nur leicht über dem Durchschnittsverdienst liegt. Mit der Vermögensabgabe soll kompensiert werden, dass die Regierung mindestens 156 Milliarden Hilfen mit der Gießkanne verteilt. Während die Staatsfinanzen und die wirtschaftliche Grundlage unseres Landes bis aufs Äußerste strapaziert werden, fordern Linke das bedingungslose Grundeinkommen, eine Erhöhung der bedingungslosen Förderung von Kulturprojekten aller Art und offene Grenzen zur bedingungslosen Aufnahme von Migranten. All diese Forderungen werden Größtenteils unhinterfragt von den Medien verbreitet.

Das bedeutet, dass der Ernst unserer Lage von denen, die sich gern als Meinungsmacher sehen, immer noch nicht erkannt wird. Eine ungewöhnliche Situation fordert ungewöhnliche Maßnahmen. Diese sollten aber nicht von Medien vorgegeben werden, sondern nach nüchterner Abwägung und gründlicher Diskussion erfolgen.

Indem das Corona-Virus in den Medien falsch und emotional diskutiert wird, entsteht ein künstlicher Druck auf die Exekutive. Ein Druck, der die Verantwortlichen legitimiert Entscheidungen zu ad hoc zu treffen, Gesetzte zu schnell zu verabschieden. Möglicherweise die Falschen.

Dieser Kreislauf muss durchbrochen werden und ich bin der festen Überzeugung, dass wir das nur schaffen, indem wir den Druck von dem medialen Thema Corona nehmen.

Damit leugne ich nicht die Gefahr, die von dem Virus ausgeht. Ich will nichts runterspielen, Verantwortungsträger in jedem Land müssen sich ständige auf die Situation neu einstellen, die Optionen schnell wägen und entscheiden. Es gibt immer Spielraum, aber andere Sachen sind wohl unvermeidlich. Momentan zeigt gerade Schweden, wie man es wohl nicht machen sollte. Aber das Virus darf auch nicht als Vorwand für ganz andere Agenden genommen werden. Im Gegenteil, ein solches Vorgehen würde das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik weiter schwächen. Und dafür müssen die Debatten entzerrt werden und nüchterner geführt werden. Nur wenn wir es schaffen, den künstlichen Druck von der Wissenschaft, der Forschung und den Verantwortungsträgern in Politik, Wirtschaft und Kultur zu nehmen, können wir verhindern, dass mittels des Virus völlig falsche Politik durchgesetzt wird.

Panik war noch nie eine gute Strategie und künstlich geschnürte Panik erst recht nicht!

Wenn der Chef des RKI Prof. Lothar Wieler an die Öffentlichkeit geht mit der „Warnung“, dass die Beatmungsgeräte in Deutschland nicht ausreichen, dann schürt dies Panik in einer Situation, in der in Deutschland glücklicherweise die Sterberate so flach ist, das Patienten aus anderen europäischen Ländern angenommen werden können. Und es ist vor allem nicht die Aufgabe und Verantwortung des RKI für ausreichend Beatmungsgeräte in deutschen Krankenhäusern zu sorgen! Prof. Wieler hat hier klar seine Kompetenz übertreten.

Nur wenn auf Panik verzichtet wird, schaffen wir Platz für Diskussion. Nur so haben Wissenschaftler wieder Raum, um ihrer Arbeit nachzugehen. Nur so sind Ärzte, Krankenpfleger und Pflegepersonal nicht nur Helden im Medienkampf, sondern wieder Helden in Weiß.

Nur so können Verantwortungsträgern wieder mit ihren Kollegen Erkenntnisse austauschen, ohne mit der Angst leben zu müssen, nicht glaubwürdig zu sein.

So können wir Zeit gewinnen!

Dies ist ein Aufruf an die Medien, Corona nicht für Schlagzeilen zu missbrauchen. Und an alle politischen Kräfte den Virus nicht missbräuchlich zur Durchsetzung eigener Agenden einzusetzen.

Klare und durchdachte Berichterstattung JA! – Nein zu Schlagzeilenmissbrauch.

Wissenschaft ist nicht schwarz/weiß. Und die daraus für jeden Verantwortlichen zu ziehenden Schlussfolgerungen sind es erst recht nicht! Komplexe Sachverhalte, die weder einfach noch eindeutig sind, können sehr schnell missbräuchlich eingesetzt werden. Hier müssen die Medien ein wachsames Auge behalten und nicht nur auf eine schnelle Schlagzeile schielen.

Und gerade in der Krise gilt: Jeder kann und sollte nur Verantwortung für sich selbst und seinen direkten Verantwortungsbereich übernehmen. Und da aber richtig! Bürgermeister für ihre Städte, Schulleiter für ihre Schulen, Ministerpräsidenten für Bundesland, usw. Und jeder Einzelne für sich selbst und für seine Familien.

Aus diesem Grund werde ich bewusst, für die verbleibende akute Zeit das komplexe Thema nicht aktiv bespielen und so meiner Verantwortung nachgehen. Damit möchte ich ein Zeichen setzen und zur Vernunft aufrufen!

Bleiben Sie gesund und tun wir alle gemeinsam unser Bestes, dass wir im Mai in einer veränderten und besseren Lage sind.

Engtanz in Zeiten von Corona

Samstag, 04.04.2020 - 08:00 Uhr - Alexander Wendt:

Das Robert-Koch-Institut dreht sein Urteil zu Gesichtsmasken um 180 Grad, gibt aber seinen Irrtum nicht zu. Die Praxis ist mittlerweile symptomatisch für Verantwortliche in Deutschland

Bei seiner Pressekonferenz am 3. April kam der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler auch auf das Thema Gesichtsmasken zu sprechen. Sein Institut hatte seine Einschätzung zum Nutzen von Masken bei der Covid-19-Bekämpfung am Tag zuvor um 180 Grad geändert.

Am Anfang der Virus-Krise verkündete das RKI als staatliches Institut quasi regierungsamtlich: eine Schutzwirkung von Masken sei „bisher nicht wissenschaftlich belegt (siehe auch die Hinweise des BfArM)“.

Die Einschätzung des staatlichen Instituts überrascht im Rückblick ziemlich. Denn in dem Szenario, das 2012 im Auftrag der Bundesregierung eine SARS-Corona-Pandemie durchspielte, ging es darum, durch Quarantänemaßnahmen Zeit zu gewinnen:

„Dieser Zeitgewinn durch antiepidemische Maßnahmen kann sehr effizient genutzt werden, um z. B. persönliche Schutzausrüstung herzustellen, zu verteilen und über ihre korrekte Anwendung zu informieren.“

Verfasst hatten das Papier Experten des Robert-Koch-Instituts. Die Masken-nützen-nichts-Einschätzung des RKI von 2020 gaben die meisten Medien jedenfalls unbefragt weiter.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und etliche Institutionen und Behörden verließen sich offenbar auf diese Expertise und versäumten es, den Stoff mit Gummiband auf dem Weltmarkt zu kaufen. Um später festzustellen, dass Masken kaum noch zu bekommen waren, und wenn, dann für horrende Preise. Denn andere Länder hatten schnell zugegriffen.

Sehr spät änderte das RKI sein Urteil zu Masken, offenbar auch unter dem Eindruck der Erfahrung asiatischer Länder, in denen es auch schon vor Corona verbreitet war, mit der Vorrichtung andere vor Tröpfchen aus Mund und Nase zu schützen.

- weiterlesen - "Engtanz in Zeiten von Corona"

Macher oder Luftpumpen?
Heute mit Markus Söder und dem „Spiegel“

Freitag, 03.04.2020 - 22:30 Uhr - Stephan Paetow via spaet-nachrichten.de

Unter dieser Überschrift bekäme man genügend Figuren für ein ganzes Buch zusammen. Aber heute wollen wir es bei wenigen belassen. Zunächst müssen wir ein ernstes Wort mit Markus Söder reden.

Wie wir hören sind sogenannte Solo-Selbstständige von der Corona-Sofort-Hilfe in Bayern ausgenommen. Nur wer gewerbliche Miete zahlt und gewerbliche Leasingverträge zahlen muss, wird unterstützt. Wer von zuhause für die gerade einknickenden Mainstreammedien zuarbeitet, geht leer aus. Da ist es für Solo-Selbstständige ja sogar beim Armin Laschet kommoder.

Wieder rufen wir dem Markus, der sich sicher zu den Corona-Helden rechnen wird, zu: Obacht! Solche Unterstützungsfinessen kommen nicht gut an. Und auch so larifari Aussagen wie „Söder sieht leicht positiven Trend“ gehören zum pseudowissenschaftlichen Bullshit-Bingo. Bei dem vorhandenen Zahlensalat kann man überhaupt nichts ablesen.

Übrigens, Markus, als Warnung: Der letzte Franke, der als bayerischer Ministerpräsident herumgurken durfte, predigt inzwischen bei Bibel-TV. Soll da in Zukunft bald die Sendung laufen: Beckstein und Söder und die zehn Gebote?

Kennen Sie Ulrike Protzer-Knolle? Frau Professor Protzer-Knolle sagte nun dassselbe, was die Kommunikationsexperten des Bundes dem Horsti empfohlen haben (siehe SN gestern), und was nun auch der Söder sagt: „Ohne geschlossene Schulen und Ausgangsbeschränkungen wären eine Million Corona-Tote in Deutschland zu befürchten gewesen.“ Das klingt schwer nach Klimawahn.

Übrigens, Frau Protzer-Knolle schafft beim Helmholtz Zentrum München, einer GmbH, die zu 10% von Bayern zu 90% vom Bildungsministerium finanziert wird (Quizfrage: Wer ist Minster/in für Bildung in der BRD? Nicht schummeln und googeln!) und sich der „Erforschung des Einflusses von Umweltfaktoren auf die Gesundheit“ widmet.

Die einzige echte wissenschaftliche Erkenntnis bis heute: Es gibt zu wenig Masken und zu wenig Beatmungsgeräte (letzteres vor allem in Frankreich, Spanien und Italien). Weder das deutsche noch das europäische Gesundheitswesen (wenn es denn so was überhaupt gibt) sind auf Krisen jedweder Art vorbereitet – und zwar in allererster Linie wegen unfähigen Personals (leichte Quizfrage: Wie heißt der/die/das Gesundheitsminister, der sagte „Wir sind bestens vorbereitet“?).

Keine Angst vor der Wahrheit (Spiegel-Slogan)

Beim Spiegel ist’s ein bisschen wie bei VW. Der Autobauer entschied sich gegen den Zeitgeist, der nach SUVs verlangt, und stellte seinen Laden auf Elektroautos um, weil es Merkel und ihre Hobbyklimakinder verlangten. Dank Corona kann das Management die Folgen nun unter „Krise, unvorhergesehene“ verbuchen und nicht unter „Missmanagement, klares“.

Auch der Spiegel bemerkte den Zeitgeist nicht, der längst schon einen fairen, demagogiefreien Journalismus und wenigstens gelegentlich ausgewogene Meinungen erwartet. Stattdessen betreibt das einstige nur im Zweifel linke Nachrichtenmagazin nun seit Jahren eine billige rotrotgrüne Propaganda, lässt syrische Kinder von Angela Merkel träumen und beschreibt dramatisch fast täglich den verdienten Abgang von Donald Trump seit dessen Nominierung als Präsidentschaftskandidat.

So vergingen die Jahre und die Leser gingen mit. Die Merkel gemachte „Flüchtlings“krise, der EU-Irrsinn, die unfähigste Regierung aller Zeiten konnten die Spiegel-Journos nicht aus ihrer Wahrheits-Lethargie wecken, wahrscheinlich würden sie im Falle, dass Merkel den dritten Weltkrieg verursacht, auch noch zu den Waffen rufen, bis sie schließlich sang- und klanglos in der Pressegeschichte der BRD versinken.

Nun geht’s, wegen Corona, etwas schneller. Zum zweiten Mal in fünf Jahren steht eine Entlassungswelle ins Haus. Hausintern kursieren bereits Zahlen von 80 bis 100 Arbeitsplätzen, schreibt der Branchendienst Meedia. Seit 2015 wurden rund 150 der 727 Arbeitsplätze bis Ende 2018 abgebaut.

Als Sofortmaßnahme will Chefredakteur Klusmann angeblich „unter anderem auf Berater zu verzichten“. Berater? Oh Gott! Dann stehen sie ja wirklich vor der Wand. Wahrscheinlich haben die Berater geraten, das Layout von Spiegel online zu Verschlimmbessern, Heft und Website zusammenzulegen, statt an den Inhalten zu arbeiten.

Bei allem Corona-Verständnis: Ein gesundes Unternehmen muss eine Übergangszeit von drei, vier Monaten auch ohne große Blessuren überstehen können, wenn es gut gewirtschaftet hat. Außerdem hat Merkel bestimmt schon eine Gießkanne der Dankbarkeit in Vorbereitung.

Achtung, SPAET am SONNTAG!

Leser*** „treibt eine Frage seit Wochen um“, und er fragt, ob ich Folgendes herausfinden könne:

„Wie viel Tote hatten/haben die „Top“ 10 oder 20 Staaten mit den meisten Corona Toten, in den vergangenen 5 oder 10 Jahren, möglichst mit einer Unterteilung nach Todesursache im Vergleich zu heute“.

Nun, lieber Herr ***, klar könnte ich das. Ich müsste nur „Todesursachen in Deutschland“ googeln, und das dann mit für die anderen Länder auch machen, und dann die Zahlen vergleichen.

Aber leider ist mir der Prof. Dr. Jörg Meuthen (Eigenbezeichnung bei Twitter) dazwischen gekommen, der aus einer AfD eine Meuthen-AfD und eine Höcke-AfD machen will und dringend der Besprechung seiner Idee bei SPAET am SONNTAG bedarf. Ich danke für Ihr Verständnis. Vielleicht können ja andere Leser unserem Statistik-Freund weiterhelfen...

Experten und Politiker offensichtlich im Corona-Blindflug

Freitag, 03.04.2020 - 20:15 Uhr - Daniel Matissek:

Ganz allmählich beschleicht mich ein mulmiges Gefühl. Als die Corona-Beschränkungen schrittweise in Kraft gesetzt wurden, war die Begründung dafür stets plausibel und die Regierung bemühte sich um scheinbar größtmögliche Aufklärung: Es gehe darum, die Kurve der Neuinfektionen abzuflachen, einen exponentiellen Verlauf abzuwenden und nach Möglichkeit die Replikationszahl des Virus unter den Faktor 1 zu drücken. Nach 10-14 Tagen, entsprechend der erwartbaren maximalen Inkubationszeit, müssten sich die Erfolge der Eindämmungspolitik einstellen. Das leuchtete ein.

Nun ist fast ein kompletter Infektionszyklus seit Einführung selbst der verschärften Maßnahmen vergangen. Die Kurve ist abgeflacht, zumindest den exponentiellen Anstieg gab es nicht. Doch wenn wir die Schlagzeilen und politischen Verlautbarungen vernehmen, klingt es so, als sei es alles noch viel schlimmer als vor 14 Tagen. Kein Grund zur Entwarnung, im Gegenteil. In immer größeren Bildern und drastischeren Worten wird die Gefahr beschworen; wie tödlich das Virus mittlerweile sei, dass es sich immer schneller und über immer neue Wege verbreitet. Und immer wieder dies: Die große Katastrophe stehe erst noch bevor. Denn – O Wunder – die Neuinfektionen steigen weiter.

Gerade diese Zahl der Neuninfektionen aber, die als Grundlage all dieser düsteren Verlautbarungen herhalten soll, hat überhaupt keinen Aussagewert. Denn je mehr Corona-Tests durchgeführt werden, desto mehr Infektionen werden auch ermittelt – und die Zahl der Tests wird stetig ausgeweitet. Schon deshalb ist das von Merkel ausgegebene Ziel, das Intervall der Fallverdoppelungrate müsse auf 10 Tage verlangsamt werden, völlig willkürlich.

Zu den Testergebnissen selbst werden der Bevölkerung wesentliche Variablen vorenthalten: Wieviele Tests in absoluten Zahlen wurden durchgeführt? Wie viele davon waren negativ? Wie verändert sich das Verhältnis zwischen positiven und negativen Testergebnissen? Wer sich etwa auf der Webseite des RKI einen Wochenbericht zu Influenza anschaut, findet dort sowohl positive als auch negative Testberichte, detaillierte Tabellen und Diagramme mit allen relevanten Metadaten. Wieso fehlen diese Informationen bei Corona?

Eine realistische Risikobewertung kann nur durch repräsentative Breitentests funktionieren, durch Stichproben der Gesamtbevölkerung. So wie es bei Meinungsumfragen gelingt, Wahlergebnisse auf Kommastellen genau vorherzusagen, ließe sich die Dunkelziffer eliminieren und damit die tatsächliche Verbreitung von Corona in Deutschland in Windeseile erfassen; man könnte belastbarere Aussagen zur tatsächlichen Mortalität machen - und auch gewisse Rückschlüsse auf das Erreichen einer Herdenimmunität ziehen. Dies hätte schon von Beginn der Maßnahmen an engmaschig verfolgt werden müssen. Gewiss, es gab und gibt zu wenige Tests, wird uns entgegnet – doch diese demographische Dauerkontrolle ist doch zur Lagebewertung unerlässlich; gerade mit Blick auf die immer deutlicher zutage tretenden Folgen und Langzeitschäden der Maßnahmen.

Dass uns Laien dieses Versäumnis lange nicht auffiel, ist wohl verzeihlich. Dass jedoch Virologen, Epidemiogen, Statistiker, die sich von Beruf wegen mit Modellrechnungen und Krankheitsszenarien befassen, nicht von vornherein die unbedingte Notwendigkeit von repräsentativen Stichprobentests erkannten und sich bis heute dagegen sträuben, ist schlicht nicht zu begreifen. Tatsächlich mehren sich erst in den letzten Tagen auch kritische Stimmen unter den Experten, die hier ein Umdenken fordern.

Doch die Zahlen, mit denen bislang der strenge Kurs freiheitsberaubender Maßnahmen als alternativlos begründet wird, sind nicht nur unrepräsentativ. Sie sind auch vorsätzlich irreführend. Bereits am Montag ließ RKI-Chef Wielers Geständnis aufhorchen, dass die gemeldeten Todesfälle – entsprechend der auch in anderen EU-Staaten praktizierten Zählweise – ALLE Verstorbenen umfasst, die zum Zeitpunkt ihres Todes auf Covid-19-positiv getestet waren. Wer also an Nierenversagen oder an Krebs stirbt und überhaupt keine Lungenprobleme hatte, jedoch infiziert war, ist ein „Corona-Toter“. Das hohe Durchschnittsalter von über 80 Jahren und vor allem die hohen Fallzahlen in Pflegeheimen verwässern die Mortalitätsbilanz des Virus zusätzlich. Diese wichtigen Hintergrundinformationen fehlen in der Sensationsberichterstattung und in den täglichen Katastrophenbulletins; dort ist dann allenfalls der Euphemismus „an und mit Corona gestorben“ zu hören.

Was in der Krisenkommunikation ebenfalls nicht korrekt berücksichtigt wird, ist die steigende Zahl der Geheilten. Diese ist ja von der jeweils ermittelten Gesamtzahl der Infizierten noch in Abzug zu bringen – was eine völlig andere Nettobilanz ergibt: Von gestern auf heute wurden beispielsweise rund 5.000 offizielle neue Infektionen verkündet; gleichzeitig gab es 4.500 Genesene mehr. Das Mindeste wäre, nur die tatsächlich Zahl der jeweils Infizierten (abzüglich der Geheilten) zu vermelden. Doch anscheinend wäre dies nicht alarmistisch genug.

Solange solche Basics der Aufklärung nicht gegeben sind – ein gänzliches Unding, angesichts der extremen Auswirkungen des Lockdowns! - muten Diskussionen über weitere Maßnahmen, etwa den neuen Massenhype des Maskennähens und deren Tragepflicht, oder über völlig ineffiziente Apps (die nachträglich den Aufenthalte im Nahbereich von Infizierten anzeigen, solange diese länger als 15 Minuten andauerten), zusehends wie blanke Ablenkungsmanöver und aktionistische Beschäftigungstherapien an.

Man sollte uns endlich reinen Wein einschenken – und mit transparenten, nachvollziehbaren und vor allem endlich repräsentativen Daten operieren, die eine realistische Einschätzung des Infektionsgeschehens erlauben. Anhand dieser muss dann zweierlei verbindlich erklärt werden: Erstens - was sind die Etappenziele, von denen dann auch eine Lockerung der Beschränkungen abhängt? Zweitens - was ist die perspektivische Langfriststrategie für die nächsten sechs bis neun Monate? Es kann und darf nicht angehen – und den Anschein hat es zur Zeit leider – dass sich die Politik an den Ausnahmezustand gewöhnt und ihn durch eine wohltemperierte Mixtur von Hoffnungsschimmer und Panikmache künstlich aufrechterhält. So werden öffentlicher Stillstand und das Durchhaltevermögen der Bevölkerung zum Selbstzweck.

Ich gebe offen zu: Ich selbst weiß nicht, ob der eingeschlagene Kurs richtig ist und was die Alternative sein könnte. Aber es beunruhigt mich enorm, dass ganz offensichtlich die, die es wissen sollten und denen wir uns sorglos anvertrauen - Experten und Politiker - selbst im Blindflug sind.

Rentenversicherung in der Covid-19 Krise

Freitag, 03.04.2020 - 19:30 Uhr - Tatjana Festerling:

11,6 Mio. Beschäftigte müssen in die Kurzarbeit Null. Das verursacht monatliche Mindereinnahmen für die Rentenversicherung von 8,155 Mrd. Euro. Macht auf das Jahr hochgerechnet 41,5 % der Rentenversicherungs-Beiträge von Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Dabei werden die 26 Millionen Rentner schon zu 23 % aus Steuern-Einnahmen bezahlt, die ebenfalls in der Krise wegfallen. Ein riesen Loch tut sich auf.

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Trump vs. Schumer – offene Briefe, geschlossene Augen

Freitag, 03.04.2020 - 17:30 Uhr - Roger Letsch:

Wie mir dieses ewige Trump-Bashing auf die Nerven geht, kann ich kaum in Worte fassen. „Alles Trumps Schuld!“, „Gut, dass wir Merkel haben!“, „Trump hat in der Krise total versagt!“…das Internet fühlt sich gerade so an, als hätte jemand die Tür zum Papageienkäfig des „Prantlhausener Beobachters” offengelassen. Weiter offen als sonst! Sicher, Trump ist noch im Januar mit seltsamen Aussagen zu Covid-19 aufgefallen, doch legt man diese Zitate auf einem Zeitstrahl neben die von Spahn, Schwesig oder Seehofer, fallen sie nur dadurch auf, dass sie im prolligsten Trumpisch und nicht im ausgebutterten Politikerdeutsch getätigt wurden. Die US-Demokraten waren zu der Zeit jedenfalls noch mit einem Impeachmentverfahren gegen Trump befasst, von dem längst jeder wusste, wie es ausgehen würde.

Als Trump das Virus erstmals aus Bedrohung adressierte, schalt man ihn „Sinophob“, weil er es „Chinese Virus“ genannt hatte – und dabei nannten es doch alle Medien mehr oder weniger genau so. Als Trump am 29.1. eine Taskforce bildete, warfen die Dems ihm Panikmache vor. Als er am 31.1. die Grenzen schloss und Flüge aus China untersagte, hieß es, Grenzen und Abschottung hielten das Virus nicht auf. Das kommt uns irgendwie bekannt vor, oder? Bekanntlich dauerte in Deutschland alles noch viel länger, was viele Medien nicht davon abhält, Merkel in der Krise zu lobpreisen und Trump zu verdammen. How dare you!

Aber es wird nichts bringen, jetzt Schuldzuweisungen zu konstruieren und festzustellen, wer Konjunktiv-Weltmeister im Verzagen und Verharmlosen ist. Dafür ist später noch Zeit und die Fragen, die dann nach Antworten verlangen, werden unangenehm sein! Das ständige „man hätte früher…“ bringt uns gerade nicht weiter, weil ausnahmslos alle verantwortlichen Politiker versagt haben. Vielleicht noch am wenigsten die in Singapur, Südkorea oder Japan.

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Erste allgemeine Verunsicherung

Freitag, 03.04.2020 - 15:00 Uhr - Rocco Burggraf:

Überraschung. Allianzen und Gewissheiten? Dahin! Alles fühlt sich anders an. Zwar will Frühling einmarschiern. Aber eben nicht wie sonst. Sondern mit Amsel, Drosten, Fink und Spahn. Statt Tirilieren nur noch Geschrei. Statt frühjahrsgeputzt wird ausgemistet. Geflucht, geschimpft, entfreundet und nach getaner Desinfektion triumphierend aufgestampft. Seht her, ich habe Feuer gemacht. Mit dem Flammenwerfer.

Überhaupt taucht das Wörtchen Ich jetzt verdächtig oft auf. Denn das ICH will eigentlich wieder in den Arm genommen werden. Manch einer gar von Mutti der Virtuellen. Oder vom lieben Gott weit droben. Seine Untergötter, die Heiligen Gesandten des Altruismus bitten jetzt um Spenden. Für sich selbst. Das Brot milde lächelnd zu verteilen, das andere gebacken haben, funktioniert eben nur solange wie überhaupt gebacken wird. Es wurde zwar hier und da - vor allem hier - gewarnt, aber die Genugtuung der Sehenden bleibt nun buchstäblich im Halse stecken.

Was die Welt im Innersten zusammenhält? Uschi ist es jedenfalls nicht. Vielmehr die totgesagten Nationen. Zwischen deren Lebenswirklichkeiten offenbar Lichtjahre zu liegen scheinen. Ein Astrologe würde mit Blick aufs Universum feststellen, dass zum Beispiel Südkorea und Schweden in Opposition stehen und dies kein gutes Zeichen für die Zukunft sein kann. Obgleich auf beiden Planeten weitgehend Unbesorgtheit herrscht. Auf dem einen wurde gerade eine Epidemie besiegt. Auf dem anderen nimmt man deren Existenz einfach nicht zur Kenntnis. Beide Strategien finden ihre Fans. Soviel Spektrum darf sein.

Bei den parapolitischen Weltspielen der Gegenwart versagt indes jedes Vorstellungsvermögen. Man ahnt mehr als das man befürchtet - besonders dem omnipräsenten Weltbürger mit deutschen Wurzeln wird sein moralisches Kartenhaus demnächst als Felssturz auf die Füße fallen. Zum Beispiel die Tatsache, dass in der Ära nach Sarrazin völlig unklar ist, wer überhaupt zur sozialen Gemeinschaft gehört, die sich an irgendwelche Regeln halten soll. Ein Chinese ist ein Chinese. Er hat ein Land, eine Regierung, ein Gesicht und die Kamera an der Ampel stuft dieses in Echtzeit einem zugehörigen, jungen, alten, gesunden oder infizierten Körper zu. Per Code auf dem Handy gibt’s eine kurze Ansage, was für ihn geht und was nicht. Klar - sowas kommt dem Deutschen nicht in die Alditüte. Aber was stattdessen?

Was eigentlich ist ein Deutscher oder auch ein Europäer? Wo endet sein Land und wer regiert es derzeit überhaupt? Hat er eine Kultur oder eher nicht? Eine Maskenkultur hat er nicht. Aber eine Multi-Kultur. Ob die hilft? Oder sehen die Masken hier nur anders aus als man so denkt? Welche seiner, im kommunalen Karteikasten abgelegten Identitäten gilt im Zweifelsfall? Wo hat er seinen Wohnsitz und sind dort Anordnungen überhaupt durchsetzbar? Ist er womöglich divers und gehört damit nicht zur Risikogruppe der alten weißer Männer? Und vor allem…hat sein Handy noch Netz? Fragen über Fragen. Aber noch liegt uns Schweden näher als Südkorea. Deutschland, so heißt es in unerschütterlicher Selbstgewissheit, ist gut aufgestellt. Corona geht vorbei und dann ist Party. Schaun wir mal…

"Lost Smell and Taste Hint COVID-19 Can Target the Nervous System"

Freitag, 03.04.2020 - 11:30 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot - "Lost Smell and Taste Hint COVID-19 Can Target the Nervous System"

Der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns gilt als zuverlässiges Zeichen, dass man mit dem Covid-19 Virus infiziert ist. Die schlechte Nachricht ist, dass das Virus dann schon im Hirn sitzt.

Praktisch das gesamte Hirngewebe kann von dem Virus befallen werden: frontaler Kortex, Kortex, Hippocampus, Hypothalamus, das Rückenmark, der vordere cingulärer Kortex. Über die Bahnen des zentralen Nervensystems gelangt das Virus ins Hirn. Und nicht nur das Hirn - das Virus kann in weitere menschlichen Gewebe und Organe eindringen, weil diese die vom Virus benötigten Proteine exprimieren. Das Virus nutzt diese Rezeptoren (ACE2, Furin, GRP78 and CD-147) der menschlichen Zellen, die sich im Lungen- und Herz-Kreislauf-Gewebe und Fortpflanzungssystem befinden.

Abgesehen davon, muss die weltweite Jagd der Forscher nach der "richtigen" Wirkstoffkombination, geeint durch den Willen, dieses Virus zu besiegen, ein einmaliges Erlebnis sein! Sie quasi live zu verfolgen, bei ihnen mitlesen zu können, ist ein Privileg, durch die sozialen Medien und das Internet teilen sie sich mit. Auch wenn ich oft auf die linken Plattformen fluche, im Moment ist es faszinierend, was sie dennoch ermöglichen.

Hier ein Artikel aus einem der Labors, die in Frage kommende Medikamente validieren und auf Einsatzfähigkeit prüfen: "Updates on our covid-19 research "

Sozialistische Mangelwirtschaft
Bei Illner: Masken? Sind aus. Tests: Hamwa nicht.

Freitag, 03.04.2020 - 09:30 Uhr - Stephan Paetow: via tichyseinblick.de

Anscheinend zeigt die Zahl der an Corona interessierten Zuschauer ein exponentielles Wachstum, deshalb spielt auch Maybrit Illner immer wieder dieselben Platten ab.

Doktor Helge Braun gehört offensichtlich zu den Spezialisten seiner Zunft – er ist Anästhesist – die einen auch ohne jedes Hilfsmittel (Propofol) ganz langsam in den Schlaf versetzen können. Wie aus weiter Ferne hörten wir noch den gleichmäßigen Klang seiner Stimme „Wenn das Virus erst mal im Altenpflegeheim ist, dann wird’s gefährlich“… „Beruhigung des öffentlichen Lebens um Risikogruppen zu schützen“…“differenzierte Betrachtungsweise“… „Ideenwettbewerb“… „Industrie arbeitet mit Hochdruck und auch langfristig“…

Wenn jetzt noch Peter Altmaier seine Plattitüden-Sammlung in seinem ranschmeißerischen Kumpelton verbreitet hätte, wäre diese Illner-Sendung zweifellos die härteste der letzten Jahre gewesen. Aber auch ohne Altmaier war es schlimm genug. Es ist ja nicht die Schuld der Virologin Professor Melanie Brinkmann (nicht Schwarzwald, sondern Braunschweig), dass es definitiv nichts Neues gibt. Tests fehlen, Schutzmaterial fehlt, alles wie gehabt. Gut, dass ganz viele Ansätze probiert werden, um einen Impfschutz zu finden, sagt einem schon der ökonomische Menschenverstand. Apropos: Jens Spahn kauft anscheinend schon mal „Avigan“, beziehungsweise Favipiravir, und Blaues Hufeisen kauft Fujifilm, wenn Sie verstehen, was ich meine, lieber Leser.

Also: Avigan und viele Ansätze – die Kanzlerin setzt wohl weiterhin auf Weißwein mit Kirschen, schließlich wurde sie schon dreimal negativ getestet. Ansonsten empfahl Melanie Brinkmann, die Masken richtig anzulegen, wenn Sie eine haben, und wir empfehlen hierzu dieses berühmte Schulungsvideo mit Armin Laschet – der weiß, wie’s geht.

Der Dezernent für Soziales und Gesundheit, Michael Ziemons, berichtete aus seiner Diözese, der Städteregion Aachen, dass die Straßen und Plätze leer seien, weil jeder einen Infizierten kenne. Immerhin kommen bei ihm auf 500.000 Einwohner 100.000 Infizierte und 30 Tote, wenn wir ihn richtig verstanden haben, andererseits haben die da, wo Armin Laschet herkommt, niemals 100.000 Leute getestet, aber Zahlen haben viele Schatten in diesen Zeiten.

Das bestätigt auch der Physiker und Leiter der Forschungsgruppe „Epidemiologische Modellierung von Infektionskrankheiten“ am Robert Koch-Institut, Dirk Brockmann, mithin noch ein Professor, der uns nicht weiterbringt – no offense! Weil halt die Daten fehlen und noch lange fehlen werden, sind seine Einschätzungen so wertvoll wie die der Klimawandler.

Auch Christiane Woopen ist Professorin, für Ethik und Theorie der Medizin, außerdem Vorsitzende des Europäischen Ethikrates. Bei Europäischer Ethikrat wurden wir zugegebenermaßen noch nervöser, denn die gesamten EU-Bonzen von Kommission bis Parlament spielen sich ja seit vielen Jahren hauptsächlich als ein riesiger Ethikrat auf.

Ja, es gelte abzuwägen: Freiheit oder Sozialis… äh Gesundheit. Wenn wir nichts tun, so habe sie in „Nature“ gelesen, würden 40 Millionen Menschen sterben. Also wenn wir in D. nichts tun, sterben 40 Mio in der Welt? Klingt auch nach Klimawandler. Dann hatte sie noch Alt gegen Jung, häusliche Gewalt und Kindesmissbrauch. Das wichtigste aber sei, wie kommen wir aus dem Freiheitsentzug wieder raus? Leider bringt der Ethikrat seine Strategie der Lockerung erst morgen. Pech für Illner.

Zwischendurch hatte uns, wie gesagt, ja Dr. Braun immer wieder sediert, aber wir sind fast sicher, dass Christiane Woopen über die Quarantäne sagte: „Wenn ich unbedingt das Risiko eingehen will zu sterben, dann ist das auch ein Recht auf Selbstbestimmung.“ Aber weil niemand drauf einging, ist es gut möglich, dass wir uns verhört haben.

Ja, die Apps, und dieses Internet. Da hat Illner die dollsten Sachen aus China, Singapur und Taiwan gehört. Ob das auch bei uns…? Jens-wir-sind-gut-vorbereitet-Spahn sagte, eingeblendet, „Diese Debatte muss geführt werden“, und Dr. Braun behauptete, Merkel würde sich eine solche App sofort herunterladen (einfach mal die NSA fragen, Angie). Jedenfalls arbeiten sie dran in der Regierung und zwar rund um die Uhr, Tag und Nacht, und anonym soll der Bewegungsmelder auch noch sein. Deshalb wird dann der Ertappte, der mit einem Corona-Infizierten Kontakt hatte, nicht angerufen oder gewarnt, sondern er muss selber beim Gesundheitsamt anrufen. „Da muss dann aber auch einer ans Telefon gehen“, forderte der Mann aus Aachen.

Im Homeland NRW setzt man noch aufs gute alte Telefon. Ein Professor will jetzt 1.000 Repräsentative in Heinsberg (Hochrisikobezirk) befragen, und auch in Aachen sitzen 140 Mann am Telefon.

Die gute Idee von Masken für Alle aus Österreich wurde angesprochen, da doch auch das RKI inzwischen meint, Masken wären gar nicht so schlecht. Erzwingen würde Professor Brinkmann das jedoch nicht, „vor allem weil keine Masken da sind“. Genauso verhält es sich mit Tests für Alle, wo der Verband der Laborärzte sagt: Moment!

Also Antikörpertests. Da waren alle dafür, leider gibts die auch nicht. So können wir als überzeugte Europäer mit dem Ethikrat am Ende zur europäischen Solidarität aufrufen, dann schaffen wir das schon, sagte Christiane Woopen. Wobei einige von uns dann wahrscheinlich bankrott sind, der Ethikrat aber natürlich nicht.

Lesen Sie Stephan Paetow auch auf: https://www.spaet-nachrichten.de/

TRAGEN SIE MASKE! - UPDATE

Freitag, 03.04.2020 - 02:45 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquellen: Screenshots - "TRAGEN SIE MASKE!"

Nachdem wir in den letzten Tagen JEDE Gesichtsmaske, die von den Näherinnen hereinkam, sofort eingepackt und nach Deutschland geschickt haben, haben wir jetzt endlich einmal mehr Masken als Vorbestellungen. Am Wochenende kommen neue Modelle hinzu.

Inzwischen kommt es weltweit zu Lieferschwierigkeiten bei Gummiband - man darf nicht zu wählerisch sein, daher haben unsere Masken mal schwarzes und mal weißes Band. Das Gummi kann später ganz einfach ausgetauscht werden.

Wir kaufen nur hochwertige und sehr dicht gewebte, reine Baumwollstoffe, die wir erst einmal vorwaschen, damit die Masken anschließend beim täglichen Auskochen nicht schrumpfen und lange halten.

Eine eingearbeitete Tasche, die fast die gesamte Größe der Maske einnimmt, kann mit filterndem Textil zusätzlich gefüllt werden. Durch den eingenähten Nasenbügel liegt die Maske gut an und nervt nicht beim Tragen. Inzwischen kann man die Maske schon wie ein Accessoire betrachten.

Was bisher geschah "im bestens vorbereiteten Deutschland" ...

31.01.2020 - "Der panische Run auf Atemmasken, die wenig bringen"
02.04.2020 - "RKI ändert Einschätzung zu Mundschutz"

Freitag, 03.04.2020 - 11:30 Uhr - Tatjana Festerling:

Eins zeigt diese Covid-19-Seuche: Den Großteil der sogenannten Libertären kann man auch in der Pfeife rauchen, mehr als großes Rumgeschwafel kommt von denen nicht. Ich habe etliche Aussagen aus dem Februar noch sehr genau im Ohr: "Ach was, alles nur Panikmache, spätestens Mitte April redet kein Mensch mehr von Corona."


Dr. Zelenko: "Das Virus ist hier, es ist der Dritte Weltkrieg, und das hat noch nicht jeder vollständig begriffen"

Freitag, 03.04.2020 - 01:00 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot - "Dr. Vladimir Zelenko"

Der als "fantastischer Arzt" geltende Landarzt Dr. Vladimir Zelenko verabreichte seinen Patienten mit leichten oder mäßigen Covid-19 Symptomen einen Cocktail aus Hydroxychloroquin, dem Antibiotikum Azithromycin und Zinksulfat.

Er erprobte diesen Dreier-Cocktail an rund 350 seiner Patienten und publizierte anschließend, dass alle von ihnen das Virus ohne Krankenhausaufenthalt und ohne die Notwendigkeit einer Beatmungsmaschine überlebt hätten. (Inzwischen stellt sich heraus, dass sechs seiner Patienten ins Krankenhaus mussten.)

Seine Videos verbreiteten sich viral und landeten schließlich beim amerikanischen Präsidenten. Trump verkündete euphorisch, ein Durchbruch im Kampf gegen das China-Virus sei gelungen, andere übernahmen diese Begeisterung - alle Welt sehnt sich nach einem Wundermittel.

Hydroxychloroquin wird ua. zur Behandlung von rheumatoider Arthritis und anderen chronischen Krankheiten eingesetzt und hilft vor allem, die Schwellungen zu mindern.

Mehrere kleine Studien, darunter eine französische mit 20 Coronavirus-Patienten, bestätigen, dass Hydroxychloroquin gegen das Coronavirus wirksam sein kann. Auch Ärzte in China sagen, dass es dazu beigetragen habe, die Genesung einer kleinen Anzahl von Patienten, die leicht an dem Coronavirus erkrankt waren, zu beschleunigen.

Doch so richtig wissenschaftlich ist das alles noch nicht. Dr. Zelenko sagte, er verstehe die Notwendigkeit klinischer Studien: "Ich bin ein starker Befürworter von klinischen Studien", sagte er. "Aber sie brauchen Zeit, und das ist eine Sache, die wir nicht haben. Das Virus ist hier, es ist der Dritte Weltkrieg, und das hat noch nicht jeder vollständig begriffen."

Ja, so ist es, wir sind im Krieg.

Und deshalb werden jetzt hoffentlich weltweit alle betroffenen Patientendaten ausgewertet, um folgende Fragen zu beantworten:

Wie viele der Covid-19 Patienten, die (auch) unter rheumatoider Arthritis, Lupus oder Malaria leiden (oder litten) und Chloroquin bzw. Hydroxychloroquin einnahmen, mussten intensivmedizinisch oder mit Beatmungsgeräten behandelt werden?

Gibt es signifikante Unterschiede zu den Patienten ohne Chloroquin-Behandlung in der Vergangenheit?

Wenn man an dieser Pandemie überhaupt etwas Positives finden will, dann ist es die Tatsache, dass Wissenschaftler weltweit zusammenarbeiten und man ihnen dabei quasi in Echtzeit zuschauen kann.

Corona oder Sozialismus?
Frankreichs Banlieus, Eskens Phantasien, Horstis Strategie

Donnerstag, 02.04.2020 - 22:30 Uhr - Stephan Paetow via spaet-nachrichten.de

Eine weitere Bestätigung unserer gestrigen Theorie, dass pünktlich zum Ramadan die Quarantänemaßnahmen deutlich zurückgefahren werden, liefert die Aussage von Laurent Nunez, Staatssekretär im französischen Innenministerium: Es sei jetzt keine Priorität, das Ausgehverbot und die Schließung von Läden (die Macron wie unsere Macrons auch verordnet hat) „in bestimmten Gegenden“ durchzusetzen.

Ein rigides Durchsetzen der Quarantäne-Maßnahmen könnte in diesen Gegenden zu Unruhen führen, so Monsieur Nunez.
„Könnte“ ist gut. In bestimmten Gegenden von Paris sei es unmöglich, die 135 Euro Strafe bei Ausgehverboten zu kassieren, klagt die Pariser Polizei, außerdem sei das Risiko zu groß, dass sich schnell Gruppen zusammenfinden, und das würde doch die Gefahr einer Corona-Ausbreitung unnötig erhöhen.

Aber, so ein tapferer Polizist: „Wir geben nicht auf. Aber wir wissen auch, wo diese Leute wohnen und wie sie leben. Strikte Quarantäne ist einfach unmöglich.“

Im Pariser Vorort Seine-et-Marne haben Drogendealer in Maske und Schutzanzug für ein Kurzvideo posiert und dieses dann über Social Media verbreitet, um der geneigten Kundschaft zu versichern, man sei auch in Macron-contra-Corona-Zeiten für sie da.

Die Vorfälle in Frankreich interessieren unsere offiziell doch so europabegeisterten Medien nicht mal peripher. Selbst die Aufstände im Asylantenheimen von Suhl und Augsburg oder linke Randale in Berlin trotz Corona laufen unter ferner liefen.

Horstis Strategiepapier...

Dafür folgen sie brav den Kommunikationsspielereien aus dem deutschen Innenministerium. Dort wurde in einem „Strategiepapier“ empfohlen, die Berichterstattung über Corona zu dramatisieren. Denn offensichtlich halten nur 41 Prozent der Deutschen die Krankheit Covid-19 für gefährlich – was wiederum gefährlich für unsinnige Maßnahmen werden könnte. Deshalb soll eine veränderte politische Krisenkommunikation nun die gewünschte Schockwirkung erreichen.

Und schon lesen wir von infizierten Katzen, dass bis zu eine Million Deutsche an Corona sterben könnten (Horsti), dass „in Belgien ein zwölfjähriges Mädchen infolge einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus gestorben ist“, und dass selbst das Corona-liberale Schweden nun plötzlich auch „beunruhigt“ ist. In diesem Sinne dürfte es weiter gehen. Was nicht so gut passt: In Österreich ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit 1946.

Wir Ausgebeuteten!

Anlässlich Saskia Eskens (national-)sozialistischen Phantasien (wir berichteten gestern und empfehlen zu den Originalen trotz seiner Schwächen einen Artikel von Götz Aly in der Berliner Zeitung), muss doch immer wieder daran erinnert werden, dass alles besser als Sozialismus ist. Um zu sehen, wie weit bei uns bereits die Sozialismus-Seuche fortgeschritten ist, schauen Sie nur mal über den Zaun: Alleinstehende zahlen in Spanien 21,1 Prozent Einkommenssteuer. Für Familien mit zwei Kindern und nur einem Verdiener lag der Steuersatz 2017 bei 13,9 Prozent. Das war ziemlich genau der OECD-Durchschnitt (14 Prozent). Und selbst unsere systemrelevante Bild-Zeitung stöhnte hinter der Bezahlschranke: „Unglaublich, wie wenig Steuern viele Schweizer zahlen!“

"Spahn und Laschet gegen Maskenpflicht in Deutschland"
"Not wearing masks to protect against coronavirus is a ‘big mistake,’ top Chinese scientist says"

Donnerstag, 02.04.2020 - 21:30 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquellen: Screenshots - links "Spahn und Laschet gegen Maskenpflicht in Deutschland" - rechts "Not wearing masks to protect against coronavirus is a ‘big mistake,’ top Chinese scientist says"

Na? Wem vertraut man in Sachen Infektionsmedizin wohl lieber? Den zwei deutschen Flitzpiepen, dieser bankschalternden Bundesgesundheitstunte und dem zu kurz geratenen Karnevalsprinzchen aus NRW? Oder doch lieber Wissenschaftlern und Ärzten aus Taiwan, die mehrfach publizierten und vor allem BEWIESEN, welch hohen Nutzen das Maske-Tragen für die Gemeinschaft hat?

Oder wie wär's mit chinesischen Wissenschaftlern? Die sagen, der große Fehler in den USA und Europa sei, dass die Menschen keine Masken tragen. Laut George Gao, Direktor des chinesischen Zentrums für Krankheitskontrolle und -prävention, ist dies einer der Gründe für die rasche Verbreitung von COVID-19.

PS: Der Bürgermeister von Varna lässt an öffentlichen Plätzen Masken verteilen und schreibt unter jedes seiner FB-Postings, dass es allein der Respekt vor den Mitmenschen verlange, eine Maske zu tragen. Wirkt. Hier läuft fast keiner mehr gesichtsnackt herum.

Ach, Bulgarien hat 450 offiziell bestätigte Fälle.

"Kammer: Apotheken sollen sich mit Morphin bevorraten"

Donnerstag, 02.04.2020 - 19:30 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot - "Kammer: Apotheken sollen sich mit Morphin bevorraten"

Oh, wie vornehm formuliert! Ich sag's mal mit meinen Worten: Man möchte, dass Schwerstkranke und Alte, die bei der Triage sowieso durchs Raster fallen, dann bitteschön zu Hause mit ausreichend Propofol einen Abflug à la Michael Jackson hinlegen.

Das "bestens vorbereitete Deutschland" beabsichtigt, die Leute in ihren eigenen Betten für 4-5 Tage palliativmedizinisch zu sedieren. Damit sie nicht so schreien, beim nach Luft japsen und sie einfach ins Nirvana hinüberdämmern.

Das Pestjahrhundert – Der ferne Spiegel

Donnerstag, 02.04.2020 - 16:00 Uhr - Vera Lengsfeld: via vera-lengsfeld.de

Wir wissen spätestens seit Voltaire, Geschichte wiederholt sich nicht, aber die Fehler, die Menschen machen, sehr wohl. Das dramatische 14. Jahrhundert, welches die Historikerin Barbara Tuchmann in ihrem Fulminanten Werk „Der ferne Spiegel“ beschreibt, ist einerseits von den in ihm herrschenden Lebensbedingungen so verschieden, dass man von einer fremden Zivilisation sprechen kann, andererseits sind uns viele der dort herrschenden Verhaltensweisen so vertraut, dass man sich des Gedankens, es handle sich um menschliche Konstanten, nicht erwehren kann.

Liest man, das 14. Jahrhundert wäre von wirtschaftlichem Chaos, sozialen Ungewissheiten und Unruhen, Profitsucht, Niedergang der Moral, industrieller Stagnation, frenetischer Vergnügungssucht, Luxus, gesellschaftlicher Hysterie, Habgier. Geiz und Misswirtschaft geprägt gewesen, so fühlt man sich ins Europa unseres Jahrhunderts versetzt.

Was das 14. von unserem Jahrhundert fundamental unterscheidet, ist die Tatsache, dass diese verwirrte, von Seuchen, Krieg und frühen Tod gepeinigte Zeit die wunderbarsten Kunstwerke hervorgebracht hat, deren Meisterschaft bis heute sprachlos macht. Die Zeitgenossen aus dem 14. Jahrhundert würden uns, könnten sie uns in unserer Alltagskleidung begegnen, als Bettler ansehen.

Europa war vor dem 14. Jahrhundert eine Einheit, sozusagen eine EU ohne Brüssel. Die Universitäten hatten Studenten aus allen Teilen des Kontinents, Ehen wurden über Gebietsgrenzen (Länder im heutigen Sinne gab es noch nicht) hinweg geschlossen, Handwerksburschen wanderten in alle Richtungen, um ihre Ausbildung zu vervollständigen. Das örtliche geprägte Geld wurde überall anerkannt.

Die Ritter und ihr Gefolge waren die damaligen Anywheres. Der Hauptheld in Tuchmanns Historie, Enguerrand III de Coucy, ein vermögender Ritter aus der Picardie, reiste so viel in Europa hin- und her, dass man sich fragt, wie er es schaffen konnte, sich um seine Burg, die ausgedehnten Besitzungen und um seine Ehefrauen zu kümmern. Die Somewheres waren dafür da, die Lebensgrundlagen für die Gesellschaft herzustellen und immer neue Steuern zu zahlen, hauptsächlich für die vielen Feldzüge und anschließend für das Lösegeld, um die gefangenen Ritter freizukaufen, aber auch für die opulenten feste der Herrschenden, deren Beschreibung man mit ungläubigem Staunen liest.

Die Greta des 14. Jahrhunderts hieß Katharina von Siena. Sie mahnte Herrscher und Volk ununterbrochen, ihr sündhaftes Tun aufzugeben, kasteite sich vorbildlich selbst, bis sie schließlich an den Folgen ihres exzessiven Fastens starb. Das Gift der Eigensucht zerstöre die Welt, war ihr Credo. Damit lag sie nicht falsch. Vor ihren Augen zerfiel die alte Weltordnung. Das mächtigste Symbol dafür war das Kirchenschisma, die Herrschaft zweier Päpste, einer in Rom, der andere in Avignon, die Europa zerriss.

Ebenso verheerend war der hundertjährige Englisch-Französische Krieg, der große Gebiete Frankreichs verwüstete, sodass man sich fragt, wie die Mittel für die außerordentliche Prachtentfaltung der Herrschenden aufgebracht werden konnten.

Die dritte Geisel war die Pest, die in drei Wellen aus China kam. Die erste Welle, mit den meisten Todesopfern, erfasste vorwiegend ältere Menschen. Die zweite Welle, zehn Jahre später, wurde als fürchterlicher empfunden, obwohl es weniger Opfer gab. Aber diesmal waren es die Jungen, die dahingerafft wurden. Die dritte Welle ging dann glimpflicher ab, weil man gelernt hatte, strenge Quarantänen einzuhalten, die Toten sofort aus den Siedlungen zu schaffen und zu begraben. Am Ende war mehr als die Hälfte der Bevölkerung Europas tot, eine Delle, die erst nach über hundert Jahren wieder ausgeglichen wurde.

Vielleicht, so Tuchmann, war das 14. Jahrhundert von einer Art kollektiven Wahnsinns befallen.

Wenn ein aufgeklärtes Eigeninteresse das Kriterium geistiger Gesundheit sein sollte, dann sei keine Epoche wahnsinniger gewesen, als diese. Das bringt uns zu der Frage, wie Tuchmann die Gegenwart einordnen würde, in der, mindestens in Deutschland das Eigeninteresse keine Rolle mehr spielt und die Fremdinteressen zur ultima ratio politischen Handelns erklärt werden.

Das Kirchenschisma war ein Hauptgrund für den Zerfall der alten Weltordnung, aus der Kirche kam aber auch die Grundlage des Neuen. Der eifrige Prediger gegen das Papsttum John Wyclif proklamierte die Lehre von der „Macht allein durch Gnade“, der zufolge Gott selbst jede Autorität direkt verleiht. Damit bestritt er den politischen Machtanspruch des Papstes und vertrat die völlige Unterordnung der Kirche unter den Staat. Mehr noch: „Jeder Mensch, der gerettet sein soll, soll durch sein eigenes Verdienst gerettet sein“. Die Übertragung der erlösenden Kräfte des Glaubens von der Kirche auf das Individuum war der Beginn der modernen Welt.

Die Krankheit der Herrschenden war nicht nur die Überschätzung ihrer Macht, die Ritter scheiterten auch an ihrem Unwillen, ihre Kampfmethoden weiter zu entwickeln. Sie lehnten es ab, Bogenschützen im Kampf einzusetzen, oder wenn, nur in den hinteren Reihen, wo sie so gut wie wirkungslos blieben. Die einzige Neuerung, die sich durchsetzte, war eine Verstärkung ihrer Rüstung, um sie undurchdringlicher für die feindlichen Pfeile zu machen. Das hatte aber die fatale Nebenwirkung, dass die Rüstungen so schwer wurden, dass die Ritter ihre Schwerthand nicht mehr frei führen konnten, oft einen Herzinfarkt bekamen und im Kampf von einem Pagen gestützt werden mussten, denn wenn sie hinfielen, konnten sie nicht mehr aufstehen.

So verloren die Ritter trotz allen Kampfesmutes eine entscheidende Schlacht nach der anderen. Zuletzt gegen Sultan Bajasid. Als die Kreuzfahrer vor der befestigten türkischen Stadt Nikopol ankamen, stellten sie fest, dass sie keine Belagerungsmaschinen mitgeführt hatten. Das Geld war für Ihre Ausstattung in samt, Seide und Goldstickerein draufgegangen. Diese Sucht nach Luxus war gepaart mit mangelnder Moral und fehlender Einigkeit der Hauptgrund für die katastrophale Niederlage. Ihr Sieg in Nikopol etablierte die Türken in Europa für die nächsten 500 Jahre.

Das System der Ritterlichkeit zerfiel und machte einer Zeit der Verantwortungslosigkeit Platz. Verhaltensmaßregeln wurden kraftlos, Institutionen zerfielen. Die Menschen fühlten sich wie Treibgut in einer Welt ohne Sinn und Richtung.

Der Zerfall von Gesellschaften geht so langsam voran, wie der von alten, berühmten Gebäuden. Es ist ein kaum merklicher Prozess, denn die Fassade hält am längsten.

Viele Probleme des 14. wurden ins 15. Jahrhundert verschleppt. Und dann kam der Mut der Erneuerung, zu dem die Alten nicht mehr fähig waren, aus einer ganz unerwarteten Ecke der Gesellschaft – von einem Dorfmädchen, Jeanne d´Arc- aber das ist schon eine andere Geschichte.

"WHO Chief Urges Countries Not to Close Borders to Foreigners From China"

Donnerstag, 02.04.2020 - 12:30 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot

voanews.com: "WHO Chief Urges Countries Not to Close Borders to Foreigners From China"

Ich hoffe, dieses Arschloch wird zur Rechenschaft gezogen.

Nur noch mal zur Erinnerung: Am 2. Februar 2020 drängt der WHO-Chef Dr Tedros die Länder, ihre Grenzen für Chinesen nicht zu schließen. Warum? Wollte er etwa, dass sich das Wuhan-Coronavirus als Pandemie massenhaft ausbreitet? Zu diesem Zeitpunkt hatte China nämlich bereits mehr als 20.000 offiziell bestätigte Fälle.

Wegen des unverantwortlichen "Krisenmanagements" der WHO wurden damals nicht alle Flugverbindungen ausgesetzt, man hätte mit überschaubar strikten Massnahmen einen sehr wirkungsvollen Hebel gehabt, den Outbreak einzudämmen.

Aufzuarbeiten ist, in wie weit die "Welt-Organisationen" sogar dazu beigetragen haben, dass sich diese Pandemie so ungehemmt hat ausbreiten können. Und die Frage, ob es sich bei diesem Virus um eine Labor-Konstruktion handelt, ist noch lange nicht vom Tisch. Da können Farcebook und Twitter noch so viel löschen.

Der Russian Bear kommt dem American Eagle zu Hilfe

Mittwoch, 01.04.2020 - 23:00 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot

Russland hat einen großen Vogel voll mit medizinischen Hilfsgütern nach New York City geschickt. Ich find's geil.

Der Frosch mit der Maske*
Vorhersage: Am 23. April ist der Spuk vorbei!

Mittwoch, 01.04.2020 - 22:30 Uhr - Stephan Paetow: via spaet-nachrichten.de

„Eine Pandemie kennt keine Feiertage“, sagte Bundeskanzlerin und Pfarrerstochter Dr. Angela Merkel. Deshalb haben sich Merkel und Gefolgsleute (vulgo Bund und Länder) darauf geeinigt, die Ausgangssperren auch über die Ostertage aufrecht zu halten. Wir verraten Ihnen aber hier und heute schon mal: Spätestens am 23. April ist der Kontaktverbots-Spuk vorbei!

Auf jeden Fall kennt die Pandemie keine christlichen Feiertage, so viel ist sicher. Schade. Aber die Kirchen-Hirten können ihren Schafen ersatzweise und problemlos das Nachlesen der Osterbotschaft vom letzten Jahr nahelegen, wahlweise irgendeine Merkelrede. Außerdem bieten sie längst großzügig die Möglichkeit des Online-Zahlens der Osterkollekte an.

Muslimische Feiertage kennt die Pandemie hingegen ganz genau. Deshalb ist auch spätestens am 23. April Schluss mit dem Corona-Ausgehverbot. Dann beginnt der Ramadan und da wollen unsere Staats-Strategen schließlich kein Remmidemmi! Wetten, dass...?

Nur falls Sie es nicht wissen: Während des Ramadans wird tagsüber gefastet, was den Gläubigen zusätzlich leicht reizbar macht, dafür gibt’s abends mit Allemann lecker Essen in großem Kreis. Da bleibt eher der Ausgangsverbot-Kontrolletti zuhause als der hungrige Moslem.

Und wieder fünf Prozent weniger...

Corona-Zeit ist bei den SPD-freundlichen Medien Maas-Scholz-Lauterbach-Zeit. Also keine Aufmerksamkeits-Chance für Saskia & Norbert, das großartigste SPD-Spitzenduo aller Zeiten? Nicht mit Saskia, der schamlosen Person vom Elternbeirat Baden-Württemberg!

Nun darf SPD-Scholz zwar mit Billigung der Kanzlerin und der Presse ungebremst Schulden aufnehmen, so dass Bürgern, die noch Kopfrechnen können, ganz plümerant wird. Aber was ist mit Klassenkampf? Für den ist Saskia schließlich an die SPD-Spitze gewählt worden! So lässt sie sich auch von der Existenzkrise für viele nicht davon abbringen, schon mal aufzuzeigen, wie es nach ihrem Willen weitergeht:

Nachdem der SPD-Finanzminister alle Reserven verfrühstückt hat, will Esken „eine einmalige Abgabe durch besonders wohlhabende Bürger als eine der Möglichkeiten, die Staatsfinanzen nach der Krise wieder in Ordnung zu bringen“. Was „besonders wohlhabende Bürger“ sind? Nun, jeder, der mehr als der Durchschnitt verdient, im besten Fall Immobilen hat (die kann er ja nicht mitnehmen) und nicht rechtzeitig ‘ne Biege macht.

Sogar der Süddeutsche Beobachter hat bemerkt, dass diese „gute Idee“ wohl zur falschen Zeit komme. (Andererseits: Für den, der mobil ist, kommt die Idee gerade zur rechten Zeit.)

Wieder wird rückgängig gemacht, was nicht passend war

Immer muss Merkel alles selber machen! Oder hat Horsti diesmal was rückgängig gemacht? Jedenfalls gilt die BKA-Aussage zum Mörder von Hanau, „Tobias R. habe keine typisch rechtsextreme Radikalisierung durchlaufen, und Rassismus sei nicht der dominierende Aspekt seiner Weltanschauung gewesen. Er habe seine Opfer vielmehr ausgewählt, um größtmögliche Aufmerksamkeit für seine Verschwörungstheorien über Geheimdienste zu erlangen“ ab sofort nicht mehr.

Stattdessen gilt: „Das BKA bewertet die Tat als eindeutig rechtsextremistisch. Die Tatbegehung beruhte auf rassistischen Motiven.“ Wäre ja auch noch schöner. Das andere macht einem doch die ganze Weltanschauung kaputt!

Übrigens. So schamlos musst du sein, wenn du bei den RND-Pressbengels mitmachen willst: RND, das Redaktionsnetzwerk der SPD, titelt tatsächlich:

„Mehr als 1700 Angriffe auf Flüchtlinge und Asylunterkünfte im Jahr 2019.“

Sind da Kamelle vom Karnevalsumzug aufs Gelände geweht und wurden mitgezählt? Wattebäuschchen von der Christopher-Street-Day-Parade aufs Asylgelände geflogen?

Man stelle sich das Geschrei der Presseantifanten und ihrer Politvorsteher vor, wenn es auch nur 10 „Angriffe“ auf Flüchtlinge und Asylunterkünfte gegeben hätte! Die hätten sogar ihre Geschichten über Donald & Boris links liegen gelassen vor lauter Empörungsgeheul.

*Der Frosch mit der Maske ist die sehr freie deutsche Übersetzung des Edgar Wallace-Buchs „The Fellowship of the Frog“, in dem „der unheimlich maskierte Chef einer Verbrecherbande, der sogenannte Frosch mit der Maske, London in Angst und Schrecken versetzt“.

Diese Titelzeile inspirierte uns zur ebenfalls recht freimütigen optischen Übersetzung unseres
Themas.

"Nein, Viktor Orbán hat keine Diktatur in Ungarn errichtet"

Mittwoch, 01.04.2020 - 20:15 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot - "Nein, Viktor Orbán hat keine Diktatur in Ungarn errichtet"

Mal angenommen, du bist als geistige Oberpfeife aber guter Schwätzer durchs Peter-Prinzip ganz nach oben in eine politische Spitzenposition gespült worden. Da bist du nun von morgens bis abends damit beschäftigt zu verhindern, dass jemand bemerkt, dass du NICHTS drauf hast. Naja, außer den anderen Pfeifen und Nullen um dich herum, die ebenso mit sich, mit Selbsterhöhung und fotzokratischem Geschwätz beschäftigt sind.

Und dann kommt da eine gefährliche Seuche um die Ecke. Eine Pandemie gar und ein Virus, dass sich nicht für dein Geschwalle interessiert, sondern eiskalt, emotionslos und rein mathematisch vorgeht. Exponentielles Wachstum zu raffen, ist natürlich zu hoch für dich, deshalb laberst du lieber was von "nutzlosen Masken" und in die "Armbeuge husten" in bereitgestellte Mikrofone. Immerhin - gehustet haste ja schon mal im Leben.

Und was hilft sonst noch, um der Konfrontation mit dem eigenen Versagen auszuweichen? Na, Ablenkung! Der K(r)ampf gegen Rechts ist ziemlich abgenudelt, deshalb schlagen die Pfeifen Europas jetzt gemeinschaftlich auf den Staatsmann Victor Orbán ein, der angeblich grade im Schatten von Corona eine Diktatur erreichtet.

Einen Scheiss tut er! Orbán zeigt dem vollversagenden Westen, wie Krisenmanagement geht. Er zeigt es übrigens wieder einmal. Es ist eine Wohltat, diesem Artikel zu lesen.

Wegen mir kann sich Orbán zum König von Europa krönen.

Und Viktor Orbán's "Geheimwaffe" - Justizministerin Judit Varga - zeigt es den Orbánhassern mal so richtig: "Interview mit Ungarns Justizministerin Judit Varga" (in englischer Sprache)

Kurzarbeit Null

Mittwoch, 01.04.2020 - 19:30 Uhr - Tatjana Festerling:

470.000 Kurzarbeits-Anzeigen gibt es zwischenzeitlich. Lufthansa mit 87.000 und Continental mit 30.000 Mitarbeiter. Zum Höhepunkt der Finanzkrise [2009] gab es lediglich 61.427 Kurzarbeits-Anzeigen mit 1,5 Millionen betroffenen Mitarbeitern. Auf heute hochgerechnet würde dies 11,3 Millionen Beschäftigte betreffen. Und das bei 19 Millionen produktiv arbeitenden Beschäftigten.

- weiterlesen - "Kurzarbeit Null"

"Bacille Calmette–Guérin vaccination: the current situation in Europe"

Mittwoch, 01.04.2020 - 15:00 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot - "Bacille Calmette–Guérin vaccination: the current situation in Europe"

++++ DAS ist wirklich interessant! ++++

Man hat festgestellt, dass die Covid-19 Krankeitsverläufe in Osteuropa deutlich milder verlaufen. Das könnte mit der aus Ostblockzeiten stammenden und bis heute auch in Bulgarien obligatorischen Tuberkulose-Impfung an Säuglingen zusammenhängen.

Auch die Zahl der Todesfälle, die COVID-19 pro Million Einwohner zugeschrieben werden, liegt in den Ländern, die eine allgemeine TB-Impfung (normalerweise bei der Geburt) haben, im Vergleich zu den Ländern, die eine solche Politik nie eingeführt haben, deutlich niedriger. In Italien und den USA, den zwei der am stärksten von der Pandemie betroffenen Ländern, wird nicht mit Bacille Calmette-Guerin (BCG) geimpft.

Wenn sich diese Beobachtungen bestätigen - und im Moment laufen in Australien und Europa etliche Studien dazu an - dann könnte das den ersehnten Zeitgewinn bringen, den die Forschung braucht, um eine medikamentöse Antwort auf das Wuhan-Coronavirus zu finden.

Wissenschaftler vom Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie haben eine neuere Variante des alten (seit 1920) im Einsatz befindlichen Impfstoffs BCG entwickelt, der bald für die in Studie in Deutschland eingesetzt werden soll. Dieser Stoff "VPM1002" schützt die Atemwege von Mäusen nachweislich vor Virusinfektionen - hoffentlich auch die von Menschen.

Ein riesen Vorteil ist zudem, dass "VPM1002" sehr schnell mit modernsten Herstellungsmethoden millionenfach hergestellt werden kann.

Das wäre wirklich ein Knüller, wenn ein jahrhundertealter Tuberkuloseimpfstoff das menschliche Immunsystem so stärken kann, dass es das Wuhan-Coronavirus bekämpfen kann.

forbes.com: "A Vaccine From The 1920s Is Now Being Tested For Use Against The Coronavirus Pandemic"

"Tucker Carlson: The WHO Helped China Cover-Up Coronavirus"

Mittwoch, 01.04.2020 - 14:00 Uhr - Tatjana Festerling:

Bildquelle: Screenshot - "Tucker Carlson: The WHO Helped China Cover-Up Coronavirus"

Wenn es einen positiven Effekt an der Corona-Pandemie gibt, dann sicher den, dass uns das Virus grade das unfassbare Ausmaß der globalen Korruption und Einflussnahme aufzeigt. Jeder, der die nicht-offiziellen Nachrichten aus China und Hongkong seit Mitte Januar verfolgte, stand mit offenem Mund da, als er die offiziellen Verkündungen der WHO zum Virus vernahm. Man konnte über Wochen nicht fassen, wie da von höchster Stelle verharmlost wurde und man vorsätzlich alle Zeitfenster wirkungsvoller, globaler Maßnahmen verstreichen ließ.

Im Kleinen kann man sich das bis heute bei den Pfeifen der Robert-Koch-Instituts in Deutschland anschauen.

WHO, UNO und Staatsversagen rund um die Welt - die Globalisierung ist vollständig gescheitert, Lokalismus wird die Zukunft sein, ob uns das gefällt oder nicht.

Tucker Carlson ist nicht mit Gold aufzuwiegen - leider gibt es nicht mal ansatzweise ein europäisches Gegenstück unter all den Schwätzern, die sich in den Medien und den alternativen Vlogs und Blogs tummeln.

Zu genau ausgeleuchtet?

Mittwoch, 01.04.2020 - 09:15 Uhr - Alexander Wendt:

Das Bundeskriminalamt fand offenbar keinen Beleg dafür, dass der Täter von Hanau ein Rechtsextremist war.
Das Ergebnis scheint vielen nicht zu passen. Jetzt wird der Abschlussbericht spannend.

In der Welle der Corona-Berichterstattung fand ein Beitrag der Süddeutschen Zeitung vom 28. März über die Ermittlungen des Bundeskriminalamts zu dem Täter von Hanau Tobias Rathjen bundesweit zunächst nur geringe Aufmerksamkeit. Das lag möglicherweise auch daran, dass die Erkenntnisse der Ermittler nicht in das politisch und medial geprägte Bild der Morde von Hanau am 20. Februar passten. Denn anders, als es etliche Politiker und Kommentatoren sofort nach den zehn Morden reflexartig behaupteten, unterhielt der Täter Tobias Rathjen offenbar keine Kontakte zu rechtsradikalen oder rechtsextremen Kreisen oder Organisationen. Nach Durchsicht seiner Dateien und Unterlagen und Zeugenbefragungen konnten die BKA-Ermittler auch keine Hinweise auf ein einschlägig rechtsextremes Weltbild von Rathjen finden. Dafür aber Hinweise auf eine massive Paranoia.

- weiterlesen - "Zu genau ausgeleuchtet?"

"Nur für den Dienstgebrauch"

Mittwoch, 01.04.2020 - 05:00 Uhr - Tatjana Festerling:

"Nur für den Dienstgebrauch" - hier das vertrauliche Papier für Seehofer:

"Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen"

Auf 17 Seiten haben Beamte des Bundesinnenministeriums für ihren Chef Horst Seehofer eine Einschätzung der aktuellen Situation beschrieben, vier Szenarien erarbeitet und daraus eine einigermaßen konkrete Handreichung entwickelt, wie ab sofort inhaltlich und auch kommunikativ ("Schockwirkung") vorzugehen sei.

Einzelne Sätze daraus waren am Wochenende bereits öffentlich geworden.
Danach ist die Lage zwar ausserordentlich ernst, aber noch nicht völlig hoffnungslos - jedenfalls dann nicht, wenn Bund und Länder ab sofort konsequent und einheitlich vorgehen und sich keinen weiteren Zeitverlust erlauben, auf welchem Feld auch immer.

Dreh- und Angelpunkt sei, so das Dokument, eine schnelle Steigerung der Testkapazitäten: "Die bei weitem wichtigste Massnahme gegen ein Virus wie SARS-CoV-2 ist das Testen und Isolieren der infizierten Personen. Getestet werden sollten sowohl Personen mit Eigenverdacht als auch der gesamte Kreis der Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen.

Bei ungenügender Testkapazi­tät kann man das Testen einschränken auf Patienten mit schwerer Lungenentzündung und post mor­tem bei allen Verdachtsfällen, um wenigstens die Anzahl der Toten genau bestimmen zu können. Jegli­cher Verzicht auf Testen führt jedoch mit Sicherheit zu einer schnellen exponentiellen Verbreitung des Virus."

Szenario "Abgrund": Man liesse die Kranken einfach sterben

Das vertrauliche Papier ("Nur für den Dienstgebrauch") sieht in seinen Schlussfolgerungen eigentlich nur eine Chance, wie Deutschland halbwegs heil aus der Corona-Krise herauskommen kann: Die "schnelle Kontrolle":

"Die Abschätzungen zeigen bei allen Unsicherheiten, dass unter allen Umständen auf Szenario 1 ('Schnelle Kontrolle') hingearbeitet werden muss. Szenario 4 ('Abgrund') wäre eine unvorstellbare wirtschaftliche Katastrophe, die gesellschaftlich zu kaum vorstellbaren Konsequenzen führen würde. Vermutlich würde eher die Behandlung der Erkrankten infrage gestellt, als dass eine dauerhafte Stillle­gung des Landes hingenommen würde.

Szenario 3 ('langes Leiden') droht bei einer immer weiteren Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen zu einer solchen zu werden und sich in Szenario 4 ('Ab­grund') zu verwandeln. Auf diesem Weg ist nie klar, ob er in den Abgrund führt - dies wird negative Dynamiken freisetzen, die Abwärtsentwicklungen beschleunigen.

Szenario 2 ('Rückkehr der Krise') stellt eine starke Schrumpfung ohne Rückkehr in Richtung des alten Niveaus im nächsten Jahr dar.

Szenario 1 ('Schnelle Kontrolle') gibt die Chance, mit einer wirtschaftlichen Bilanz aus der Krise zu kommen, die der Weltwirtschaftskrise 2009 ähnelt. Dies ist schlimm genug, wäre aber ein Hoffnungs­schimmer.

Entscheidend ist, dass es zum einen gelingt, die exponentielle Verbreitung des Virus zu stoppen und die Ansteckungsrate (R0) vor Ostern auf unter 1 zu senken. Zum anderen muss es gelin­gen, durch Eingriffe, die das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in Deutschland nicht zerstö­ren, eine Rückkehr zu unkontrollierten Ansteckungswellen zu verhindern."

Im günstigsten Fall einer schnellen Eindämmung und Kontrolle der weiteren Ausbreitung würde das Bruttoinlandsprodukt nur um vier Prozent sinken, meinen die Autoren, die ungenannt bleiben. Dieser Fall könnte dann sogar "zukunftsweisend für eine neue Beziehung zwischen Gesellschaft und Staat" wirken.

Im schlimmsten Fall sei demgegenüber ein BIP-Einbruch um 32 Prozent denkbar. Dann aber drohe eine Entwicklung, die "die Gemeinschaft in einen völlig anderen Grundzustand bis hin zur Anarchie verändert“.

(Jens P. Paul)

„Migrationsforscher“ fordern „Umsiedlung“

Mittwoch, 01.04.2020 - 01:30 Uhr - Daniel Matissek:

Gänzlich unbeeindruckt von der aktuellen globalen Hyperkrise fordert der „Sachverständigenrat Migration“ von der Bundesregierung Aufnahmeprogramme für mehr Zuwanderung, außerdem die Öffnung der EU-Außengrenzen zur Türkei und – ganz unverhohlen – noch mehr „Umsiedlung“ nach Europa.

Es ist eine Tatsache, dass sich Sachverständige und Wissenschaftler zum Thema Migration in Deutschland vor allem durch eine beunruhigende Distanzlosigkeit zu ihrem Untersuchungsgegenstand auszeichnen – und durch ihre unverhohlene politische Agenda. Mit objektiver Erforschung von Migration als historisches und globales Phänomen hat ihr Treiben nur wenig zu tun.

So verwundert es kaum, dass jetzt der „Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Migration (SVR)“ eine stärkere „legale Zuwanderung von Schutzbedürftigen über Aufnahmeprogramme“ fordert. Was schon in ruhigeren Zeiten eine Zumutung wäre, wird mitten in der Corona-Krise zur dreisten Provokation: Nach der nächsten Masseneinwanderung in die Sozialsysteme zu rufen, wo niemand absehen kann, wie lange dieser Sozialstaat noch existiert und welche Entbehrungen die Pandemie für die eigene Bevölkerung womöglich noch bringen wird, zeugt von einer geradezu selbstzerstörerischen Obsession.

Bevor die Corona-Epidemie außerhalb Chinas ihren Lauf nahm, stand die große Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems auf der EU-Agenda, die „weiterhin irreguläre Einreisen von Schutzsuchenden“ ermöglichen sollte. Diese sollte wieder die – schon vor vier Jahren von der Realität famos entzauberte - deutsche Illusion einer „solidarischen Verteilung“ der Flüchtlinge auf alle EU-Mitgliedsstaaten wiederaufgreifen.

Daran will der Sachverständigenrat nun unbedingt festhalten – und versucht ausgerechnet Corona für seine Forderung zu instrumentalisieren: Gerade um Familien und Kranken in der Corona-Krise zu helfen, sei es nötig, dass Griechenland augenblicklich Asylbewerber aus der Türkei einreisen lasse (dies wohlgemerkt, nachdem die meisten der von Erdogan in Stellung gebrachten Grenzbelagerer schon wieder abgezogen sind). Zudem müsse ein „System für die Bearbeitung von Asylanträgen“ gewährleistet sein. Die Migrantenlager auf den ägäischen Inseln seien wegen der Corona-Pandemie in medizinischer Hinsicht desaströs, es drohe „eine humanitäre Katastrophe“, deshalb sollten diese komplett hierher evakuiert werden..

Dann kommen die Experten zu ihrem eigentlichen Leib- und Magenthema: Der Migration als normativer Regelfall. Sie fordern, „reguläre Zuwanderungswege“ auszubauen - im Rahmen des Umsiedlungsprogramm der Vereinten Nationen (Resettlement) und durch neue Möglichkeiten für mehr Arbeitsmigration. „Alternative Schutzwege“, Fluchtkorridore oder aktive Aufnahmeprogramme, sollten zudem das territoriale Asylsystem ergänzen.

Immerhin: die ungenierte Verwendung des Begriffs „Umsiedlung“ demaskiert die eigentlichen Ziele des Forderungskatalogs dieser „Migrationsforscher“: Asyl, temporärer Schutz vor Verfolgung sind für sie nur Mittel zum Zweck - denn eigentlich geht es immer um permanente Siedlung; um Durchmischung und multikulturelle „Diversität“ als fragwürdigen Selbstzweck. Und ehe die Alte Welt nicht ethnisch substituiert ist, geben sie keine Ruhe.

© Tatjana Festerling

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